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Nachmittags schulfrei für die Kinder

"Dolles Dorf" Sinkershausen Nachmittags schulfrei für die Kinder

Am Samstagabend wird sich wohl jeder in Sinkershausen die Hessenschau anschauen. Denn dort wird der Gladenbacher Stadtteil als "Dolles Dorf" vorgestellt.

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Mit Schlepper und Seilwinde zog Steffen Grebe die Kinder den Rodelhang hinauf, mit Karacho ging’s auf einem großen Reifenschlauch den Berg wieder hinab.

Sinkershausen. Nein, einen Plan gab es nicht für den Fall, dass Sinkershausen als „Dolles Dorf“ der Woche gezogen werden sollte. Dafür gab’s Bier und andere kühle Getränke, als Redakteur Jens Kölker, Kameramann Markus Bär sowie Andreas Holtorf (Ton) und Bernd Martin (Beleuchtung) vom Hessischen Rundfunk (hr) am späten Donnerstagabend im Dorfgemeinschaftshaus eintrafen.

Jede Menge Anrufe gingen binnen weniger Minuten bei Ortsvorsteher Reiner Weigand ein, als die Karte mit dem Namen Sinkershausen aus der Lostrommel gezogen war. Ein paar Telefonate später fanden sich gut 40 Dorfbewohner ein. Jens Kölker machte deutlich, dass man nicht das Gewöhnliche, sondern das Besondere an Sinkershausen in Bild und Ton festhalten wolle. Das Einzigartige war schnell ausgemacht und der Drehplan im Nu zusammengestellt.

Hans-Dieter Burk präsentierte dann am Freitag den Fernsehleuten die Energiepflanze Miscanthus, auch Elefantengras genannt, in gehäckselter Form und im Stand auf seinen Feldern. Die Pflanze dient nicht nur als Heizmaterial, sondern auch als Einstreu für Pferde. Station machte das Fernsehteam auch bei Rolf Heck, einem passionierten Imker. In seinem Bienen-Center führte er die Gäste des hr in die Kunst des Kerzengießens ein und ermöglichte einen kurzen Blick auf ein Bienenvolk im Wintersitz.

Im Dorf gibt’s gleich vier gestandene Männer, die in Besitz von perfekt gepflegten Unimogs sind. Keine Frage, dass Markus Bär die lackglänzenden Raritäten filmte.

Er lackiert zwar nicht, dafür malt er umso besser: Altbürgermeister Klaus Bartnik lud das Fernsehteam in sein Atelier ein.

Der nächste Auftritt wäre ohne das Mitwirken von Michael Prötzel, Leiter der Gladenbacher Europaschule, nicht möglich gewesen. Er befreite Schüler aus Sinkershausen vom Nachmittagsunterricht und ermöglichte so den Auftritt der Jungschar in gewohnter Stärke. Die Helfer mitgerechnet, gehören zehn Prozent der 332 Sinkershäuser Einwohner der Gruppe an. Nach der Jungschar stellte eine weitere außergewöhnliche Gruppe ihre Arbeit in der Kirche vor: Seit fünf Jahren gibt es in Sinkershausen ein inzwischen 15-köpfiges Küsterteam. Der letzte Dreh fand an einer beliebten Rodelstrecke statt, wo wieder die Kinder im Mittelpunkt standen. Zum Abschluss und Abschied gab’s wieder Getränke, diesmal heiße. Während die Gäste sich wieder auf in Richtung Frankfurt machten, ließen es sich die Sinkershäuser beim spontan organisierten Grillen im Schnee gefallen.

von Hartmut Berge

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