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Nachfrage nach Gewerbeflächen ist mau

IGS Nachfrage nach Gewerbeflächen ist mau

Mit dem Wirtschaftsministerium soll geklärt werden, ob eine Umwidmung möglich ist, um auch nichtproduzierendes Gewerbe im Interkommunalen Gewerbepark anzusiedeln.

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Die Flächen des Gewerbeparkes sind seit 2009 erschlossen, die Auslastung liegt bei nur 60 Prozent.

Quelle: Q.pictures / pixelio.de

Gladenbach. „In diesem Jahr hat es zwei Anfragen gegeben“, beantwortete Geschäftsführer Heinrich Reitz eine Frage während der Verbandsversammlung des Interkommunalen Gewerbeparks Salzbödetal (IGS) am Donnerstagabend (die OP berichtete). Zu Vertragsabschlüssen kam es laut Reitz mit dem Immobilienmakler aus Stuttgart und einem Gladenbacher Unternehmen aber nicht.

Somit bleibt es im Gewerbepark bei einer Auslastung von rund 60 Prozent. Zwar sind diese Flächen in dem seit 2009 erschlossen Gewerbepark vergeben, aber noch nicht alle bebaut. Ein scheinbares Hindernis für den weiteren Verkauf ist, dass sich zwischen Mornshausen und Lohra lediglich produzierendes Gewerbe und Dienstleister mit überregionaler Bedeutung ansiedeln dürfen. Diese Auflage gilt bis zum Jahr 2023. Erlassen hat sie das hessische Wirtschaftsministerium, weil das Land 52 Prozent der Kosten für Planung und Entstehung des IGS – rund 3,6 Millionen Euro – übernahm.

Solarpark verstelle Gewerbeflächen

Wegen dieser Auflage musste Reitz auch einem DHL-Logistikcenter und einer Tanzschule eine Absage erteilen. Weil auch ein Vorschlag aus der Lohraer Gemeindevertretung, dort einen Solarpark zu errichten, keine Chance hatte, schlug Kurt Schwald als Mitglied der Verbandsversammlung vor, mit dem Wirtschaftsministeriums zu klären, ob eine Umwidmung des Gewerbeparks möglich sei, ohne die erhaltene Förderung dem Land erstatten zu müssen.

Gegenüber der OP gab Reitz zu einem Solarpark zu bedenken, dass die drei Kommunen dann keine nennenswerten großen Flächen für Gewerbebetriebe mehr anzubieten hätten. Die am IGS beteiligten Kommunen Gladenbach und Lohra teilen sich Aufwand und Ertrag zu je 42,5 Prozent, Bad Endbach ist mit 15 Prozent dabei. Die drei Gesellschafter können für das Jahr 2015 mit einem Überschuss von 186 000 Euro rechnen. Das sieht der Haushaltsplan 2015 vor, den die Verbandsversammlung einstimmig akzeptierte.

Die Kalkulation geht davon aus, dass die im Gewerbepark ansässigen Unternehmen 200 000 Euro an Steuern zahlen. An Ausgaben schlagen vor allem die 137 000 Euro zu Buche, die an die Hessische Landgesellschaft (HLG) zu zahlen sind. Der Dienstleiter der Kommunen für Baulandentwicklung wickelte die Erschließung und den Ausbau des Gewerbeparks sowie den Verkauf der Grundstücke ab.

von Gianfranco Fain

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