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Museumsleiter sucht Nachfolger

Radiomuseum Museumsleiter sucht Nachfolger

Seit 1990 leitet Hans Necker das Internationale Radiomuseum Bad Laasphe. Im OP-Interview äußert sich der 68-Jährige, für den noch kein Nachfolger in Sicht ist, zur Zukunft des Museums.

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Hans Necker steht in seinem Museum an einem der alten Röhrenradios. Der 68-Jährige sucht einen Nachfolger, der das Radiomuseum in Bad Laasphe fortführt.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Bad Laasphe. OP: Wie ist es um Ihre Nachfolge im Museum bestellt?

Hans Necker: Da gibt es nichts Neues. Es gibt Jüngere, die das können, aber die machen so etwas eher als Hobby.

OP: Muss es unbedingt eine Einzelperson sein, die Ihre Arbeit übernimmt, oder könnte diese auf mehrere Schultern verteilt werden?

Necker: Wenn Sie eine Schulter finden, wäre das schon gut. Eine Einzelperson muss es nicht sein.

OP: Welche Eigenschaften sollte der oder die Nachfolger mitbringen?

Necker: Insbesondere Liebe zur Sache. Die Museumsleitung ist ehrenamtlich. Man darf nicht einfach sagen, es ist jetzt 18 Uhr, ich mache Feierabend. Wenn ein Lötkolben heiß ist und das Messgerät noch eingeschaltet, dann darf man die Arbeit nicht einfach einstellen. Man muss bereit sein, auch auf Radiobörsen zu gehen, wo man um 5 Uhr aus dem Bett muss. Und man muss auch dusselige Fragen beantworten, sich darauf einstellen, dass die meisten, die sich an einen wenden, wenig Ahnung von der Materie haben.

OP: Wie stellen Sie sich die Zukunft des Radiomuseums insgesamt vor? Was sind Ihre Wünsche und Erwartungen?

Necker: Dass das Museum so bleibt wie es ist: Also weiterhin mit einem klaren Schwerpunkt auf der Röhrentechnik. Die Röhrentechnik war die erste von drei Phasen der Radiotechnologie. Die zweite Phase, die Halbleiter-Technik, sollte nicht den Schwerpunkt bilden. Und die dritte Phase, das digitale Radio, ist erst recht nichts für dieses Museum. Wir zeigen zwar nicht ausschließlich Röhrentechnik, sondern beispielsweise auch einen Phonographen aus dem Jahr 1897 - der aber passt wiederum gut zum Musealen. Wir sind bald wirklich antik.

von Björn-Uwe Klein

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