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Müllgebühren sollen stabil bleiben

Standortsuche Müllgebühren sollen stabil bleiben

500000 Euro aus Rücklagedes Müllabfuhrzweckverbands Biedenkopf verhindern eine Erhöhung. In der Standortfrage für die Verwaltung und des Wertstoffhofes gibt es zwei Optionen: Miete oder Neubau. Wenn Neubau, dann ist auch zu ermitteln, ob es über einen Investor oder in Eigenregie günstiger ist.

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Das markante alte Fachwerkgebäude der Carlshütte kennzeichnet den Zugang zum gleichnamigen Industrie- und Gewerbegebiet unweit der Bundesstraße 62. Dieses ist einer der beiden möglichen zukünftigen Standorte für die Verwaltung und den Wertstoffhof des Müllabfuhrzweckverband Biedenkopf.

Quelle: Benedikt Bernshausen

Lohra. Die gute Nachricht zuerst: Der Wirtschaftsplan 2015 des Müllabfuhrzweckverbands (MZV) Biedenkopf sieht vor, dass die Preise für die Entsorgung im Verbandsgebiet im nächsten Jahr stabil bleiben sollen. Dazu werden 500000 Euro aus der Rücklage entnommen.

Damit wird ein Beschluss der Verbandsversammlung aus dem Jahre 2013 umgesetzt. Schon in jenem Jahr wurden 624000 Euro aus der Rücklage zum Ausgleich der Ausgaben entnommen, wodurch die Gebühren unverändert blieben.

In diesem Jahr verfuhr man ebenso mit 500000 Euro und dieselbe Summe soll es nun auch im kommenden Jahr sein. Selbst dann werden die Rücklagen des MZV zum Jahresende noch rund 1,85 Millionen Euro betragen, erklärt Verbandsvorsitzender Peter Pfingst.

Wozu dieses Geld verwandt wird, hängt auch von der Entwicklung des MZV ab. Wie die OP im vergangenen Jahr berichtete, beschloss die Verbandsversammlung die Tätigkeit auszuweiten. Metall, Elektroschrott oder auch Altkleider könnten eingesammelt werden. „Alles was Geld bringt“, fasste es Pfingst damals zusammen. Das bedingt oder begünstigt zumindest auch die Einrichtung eines Wertstoffhofes.

Carlshütte und Wallau sind als Standorte im Rennen

Zudem ergab es sich im Vorjahr, dass die Gemeinde Breidenbach dem MZV zur Vergrößerung der Geschäftsstelle kein passendes Angebot machen konnte. Daraufhin wurde der Umzug beschlossen. Gesucht werden rund 500 Quadratmeter für Büros und Nebenräume für bis zu 18 Arbeitsplätze, so beschrieb Pfingst damals den Bedarf, wozu auch der Platz für einen Wertstoffhof kommt. Die Verbandsgemeinden konnten Vorschläge unterbreiten, letztlich sind zwei Liegenschaften übrig: im Biedenkopfer Stadtteil Wallau und das Carlshütte-Areal in der Gemeinde Dautphetal an der Bundesstraße 62.

Entscheidung könnte im Frühjahr fallen

Nun soll die Verbandsversammlung heute das weitere Vorgehen beschließen. Vorgeschlagen ist, dass ein unabhängiges Büro ermittelt, ob für den Verband ein Mietobjekt oder ein Neubau die günstigere Variante ist. Sollte es ein Neubau sein, so wird es auch eine Empfehlung geben, ob der Bau in Eigenregie oder über einen Investor beziehungsweise Generalunternehmer erfolgen soll. Der MZV verfügt schon über eine vorläufige Kalkulation eines Investors aus dem heimischen Raum, der zu den genannten Bedingungen auf eine Bausumme von rund 1,1 Millionen Euro kam.

Sollte die Verbandsversammlung heute das Verfahren auf den Weg bringen, so könnte nach einer außerordentlichen Vorstandssitzung im Februar die Verbandsversammlung im März über die Vergabe der Ausschreibung entscheiden. Dann dürfte auch die Entscheidung fallen, was mit den restlichen 1,85 Millionen Euro aus der Rücklage des Müllabfuhrzweckverbandes geschieht.

nDie Verbandsversammlung des Müllabfuhrzweckverbands Biedenkopf findet heute ab 18 Uhr im Gruppenraum des Bürgerhauses Lohra statt. Auf der Tagesordnung steht unter anderem der Wirtschaftsplan 2015.

von Gianfranco Fain

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