Fahrtauglich war der motorisierte Bierkasten - aber nicht versichert. Deshalb darf er in Zukunft nur noch auf Privatgelände gefahren werden.
Dautphetal. Einen Führerschein hatte der Fahrer. Weder der Kasten noch der Fahrer hatten das intus, was die Aufschrift der Getränkebox verheißt. Das Bier stand vermutlich für nach der Jungefernfahrt bereit. Also alles in allem eine "Seifenkiste" der besonderen Art und (fast) alles richtig gemacht, nur leider war das durch einen eingebauten Mofamotor etwa 25 km/h "schnelle" Gefährt nicht versichert, hatte kein Kennzeichen und keine Betriebserlaubnis.
Unterwegs war der Fahrzeugbauer am Freitag, 19. Februar gegen 14 Uhr in Dautphetal, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Sein Ziel waren ausgiebige Tests auf einem sehr nahe gelegenen Privatgelände. Der Konstrukteur schwang sich auf sein selbst konzipiertes "Go- Kart" und knatterte los. Verarbeitet hatte der Mann unter anderem Vierkantrohre, runde Rohre, einen Zweitakt-Mofamotor mit Gangautomatik, Kettcarreifen, Fahrradscheibenbremsen, Fahrradlenker und selbstverständlich einen Bierkasten. Alle Angaben des Herstellers in Punkto Geschwindigkeit, Sicherheit und Fahrtstrecke klangen sehr glaubhaft.
Bremsen, Elektrik, Motor - alles funktionierte und bestand die polizeiliche Überprüfung - nur Versicherung und Versicherungskennzeichen und Zulassung fehlten halt. Der Baumeister versprach sein Fun-Go-Kart demnächst ausschließlich auf Privatgelände zu benutzen und das Fahrzeug auf dem wenn auch sehr kurzen Weg dorthin entweder zu schieben oder Huckepack auf einem Anhänger zu transportieren. Ob der Konstrukteur sein Unikat der Brauerei des benutzen Bierkastens offeriert ist nicht bekannt.
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