Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Mit einigen Umwegen zur Politik

Neuer Ortsvorsteher Mit einigen Umwegen zur Politik

Seit etwas mehr als einer Woche ist er im Amt: Hans-Jürgen Debus ist der neue Ortsvorsteher von Hartenrod. In dieser Funktion möchte er sich für die Belange der Bürger und den Zusammenhalt in seinem Heimatort einsetzen.

Hartenrod. Er sei ein echter Hartenröder, sagt Hans-Jürgen Debus. Vor allem aber ein „Frankreicher“ - nicht zuletzt deswegen, weil in diesem Hartenroder Ortsteil am „Weltersberg“ seine Wiege stand. Die Ortsbezeichnung bezieht sich auf eine geschichtliche Begebenheit aus dem Jahre 1802, bei der die Franzosen ihr Lager in dem Ortsteil aufschlugen. In diesem geschichtsträchtigen Umfeld ist Hans-Jürgen Debus aufgewachsen. Er besuchte bis zum Jahre 1969 die Hartenroder Volksschule, danach erlernte er in einem ortsansässigen Bauunternehmen den Beruf des Maurers.

In Augustdorf (Nordrhein-Westfalen) leistete Debus seinen Militärdienst als Panzerfahrer und erwarb den Führerschein der Klasse zwei. Dies wiederum sei Grundlage gewesen für die folgende Tätigkeit als Fernfahrer.

Einsatz für Arbeitnehmer

Beruflich wechselte Debus anschließend zu einem Städtereinigungsunternehmen, bei dem er zunächst wieder als LKW-Fahrer beschäftigt war. Etwas später wechselte er aber in die Verwaltungsebene. Durch Zusammenschlüsse seines Arbeitgebers und folgenden Fusionen avancierte Hans-Jürgen Debus zum Gesamtbetriebsvorsitzenden der Sita-Gruppe Mitte, wurde Konzern-Betriebsratsvorsitzender und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender.

Häufig reist Debus nach Frankreich, um an den Sitzungen des europäischen Betriebsrates des Großkonzerns teilzunehmen und sich für die Belange der Arbeitnehmer einzusetzen.

Schon früh fühlte sich Hans-Jürgen Debus dem Gemeinwesen verantwortlich und zählte 1970 zu den Gründungsmitgliedern der Jugendfeuerwehr innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr Hartenrod. Hier war er 20 Jahre als Schriftführer tätig und ist heute Ehrenmitglied. Sein soziales Engagement zeigte sich weiterhin bei den Jubiläumsfeierlichkeiten „700 Jahre Hartenrod“ im Jahre 2011, die er als Festausschussvorsitzender mit organisierte. Er sei eben ein Vereinsmensch, sagt Debus.

„Mit der Politik hatte ich eigentlich nichts am Hut“, sagt Debus - eine überraschende Aussage. Dass sich für Hans-Jügen Debus nun ein neues Betätigungsfeld öffnet, habe letztendlich auch die 700-Jahr-Feier mit sich gebracht. Einfluss hatte dabei wohl das Werben von Gemeindevorstands-Mitglied Hermann Bamberger, der Debus riet, sich als SPD-Kandidat für die Kommunalwahl aufstellen zu lassen. Das überraschend gute Wahlergebnis habe ihn dann „hellhörig“ werden lassen. Seit dieser Zeit ist Debus sowohl im Ortsbeirat als auch im Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Bad Endbach tätig.

In der jetzigen Situation des Ortsbeirates - in der Karl Hoffman sein Amt als Ortsvorsteher aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung stellte und dem plötzlichen Tod des Ersten Beigeordneten Dieter Domke - sei es für Debus selbstverständlich gewesen, das an ihn herangetragene Amt des Ortsvorstehers zu übernehmen. Sich für die Bürger einzusetzen, dass sei auch das Ziel seiner Tätigkeit seit 2011 im Ortsbeirat gewesen, sagt der Familienvater.

Als vordringliche Ziele nennt Debus das Voranbringen der Friedhofs-Gestaltung, darunter die Anlage von Rasengräbern, die Sanierung der Friedhofshalle und nicht zuletzt die Mitwirkung an einem Interkommunalen Entwicklungskonzept für den Ortsteil Hartenrod.

von Helga Peter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland