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Mit dem Aufwind kommt der Auftrieb

Segelfliegen Mit dem Aufwind kommt der Auftrieb

Wenn nach der Winterpause die ersten Cumuluswolken wieder am Himmel stehen, schlägt das Herz der Segelflieger höher – auch das der Bottenhorner Piloten.

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Das Schulungsflugzeug „ASK21“ im Windenstart kurz vor der Seilrissübung: auf dem vorderen Sitz Segelflugschülerin Jutta Becker, auf dem hinteren Pilotensitz Segelfluglehrer Siegfried Staus.

Quelle: Foto: Jan Köhnke

Bottenhorn . Segelfliegen ist eine saisonabhängige Sportart, und um sicher zu fliegen, brauchen die Piloten Übung. Der Trainingsstand hängt dabei immer von der Anzahl der Starts und Flugstunden in der jüngsten Zeit ab. Deshalb haben die Bottenhorner Segelflieger zum Saisonstart sich einem intensiven Training in Theorie und Praxis unterzogen. An zwei Wochenenden standen Theorie und Praxisübungen auf dem Lehrplan.
Schwerpunkt des Flugsicherheitstrainings war ein Windenstart mit Startunterbrechung, da jährlich mehr als 1 000 Windenstarts auf dem Segelfluggelände in Bottenhorn ausgeführt werden. Wichtig für einen sicheren Windenstart ist, dass nach dem Abheben des Segelflugzeuges mit einem nicht zu steilen Anfangssteigflug die Sicherheitsmindesthöhe erreicht wird, damit nach einem eventuellen Seilriss noch sicher gelandet werden kann.

Nach Erreichen der Sicherheitsmindesthöhe – in gut 50 Metern Höhe – nimmt der Pilot die volle Steigfluglage ein, um eine möglichst hohe Ausklinkhöhe zu erzielen. Aufgrund der guten thermischen Situation um das Segelfluggelände Bottenhorn können dann im freien Flug thermische Aufwinde erreicht werden, in denen der Pilot weitere Höhe gewinnen kann, um dann zu großen Streckenflügen aufzubrechen.
So wurden im vergangenen Jahr Strecken im Segelflug von weit mehr als 700 Kilometern von Bottenhorn aus zurückgelegt. Mit den Hochleistungs-Segelflugzeugen „Duo Discus“ mit 20 Metern Spannweite und der „LS6“ mit 18 Metern Spannweite haben sich die LSG-Piloten (Luftsportgmeinschaft) vorgenommen, diese gesetzte Marke dieses Jahr zu übertreffen.
Weitere Themen des Trainings waren das Auf- und Abbauen der Segelflugzeuge, die Vorflugkontrolle am Flugzeug, der Startcheck, die Handhabung des Rettungsfallschirms und der Notausstieg.

Um im Notfall richtig zu handeln, wurde der Notausstieg am Boden praktisch geübt. Die Prozedur des Notausstiegs war für die meisten völlig ungewohnt, weil für einen schnellen Ausstieg entweder eine gute Vorgehensweise oder ausreichende Beweglichkeit gefordert war. In jedem Fall hat es den Pilotinnen und Piloten sehr viel Spaß gemacht. Der Vorsitzende der Luftsportgemeinschaft Bottenhorn, Karl-Heinz Fuchs, war über die erzielten Ergebnisse sehr zufrieden und lobte Segelfluglehrer Jan Köhnke für die Organisation und Ausrichtung des Flugsicherheitstrainings. „Damit sind die Mitglieder auf die neue Flugsaison bestens vorbereitet und eingestimmt“, sagte Fuchs.

von Tanja Fuchs
und Jan Köhnke

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