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Mit Zuversicht in die Zukunft

Neujahrsempfang Mit Zuversicht in die Zukunft

Beim vierten Neujahrsempfang in Dautphetal ging es um das „Unternehmen Zukunft“. Der Einladung des Gewerbevereins und der Gemeinde Dautphetal folgten rund 180 Gäste.

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Rund 180 Gäste des Neujahrsempfangs von Gewerbeverein und Gemeinde Dautphetal verfolgten den Vortrag von Eberhard Flammer, Präsident der Industrie- und Handelskammer Lahn-Dill.

Quelle: Benedikt Bernshausen

Friedensdorf. „Es läuft einfach toll!“, Friedhelm Nispel, Vorsitzender des Gewerbevereins „Unternehmen Dautphetal“, war während des Büfetts noch begeistert. Nicht nur weil der 2011 gegründete Verein dieses Jahr sein 125. Mitglied begrüßen wird, wie Nispel während seiner Ansprache verriet, nein, auch weil rund 180 Gäste - „20 mehr als voriges Jahr“ - der Einladung des Gewerbevereins und der Gemeinde Dautphetal zum gemeinsamen Neujahrsempfang am Mittwochabend folgten.

Neujahrsempfang von Gewerbeverein und Gemeinde Dautphetal.

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Die positive Grundstimmung vertrat zuvor auch Bürgermeister Bernd Schmidt, als er von einer konstruktiven Zusammenarbeit von Gemeinde und Unternehmen sprach, die auch im vergangenen Jahr zu Betriebs- und Firmenerweiterungen sowie Neuansiedlungen führte. Die Gemeinde verstehe sich als Partner der Wirtschaft, das solle auch in Zukunft so bleiben. Dazu trage die Gemeinde ihren Teil bei und Schmidt nannte als Beispiel die Familienfreundlichkeit als Standortfaktor. Deshalb äußerte sich der Bürgermeister zuversichtlich, dass der Gewerbeverein und die Gemeinde Dautphetal für das „Unternehmen Zukunft“ stehen werden.

Gut ausgebildete Menschen sind der "beste Rohstoff"

Damit leitete Schmidt auf den Titel des Vortrags von Eberhard Flammer über. Der Präsident der Industrie- und Handelskammer Lahn-Dill beschränkte sich darauf, „ein paar Zusammenhänge aufzuzeigen“, um zu erklären, wie die Fiktionen von früher wie zum Beispiel die Raumfahrt oder der „Gläserne Mensch“ heute Realität sind. Flammer schlug den Bogen von der Erfindung des Papiers in China - ein Innovationssprung, der dem Reich der Mitte eine tausendjährige Vormachtstellung bis zum 12. Jahrhundert sicherte - bis zu Gutenberg, als ihm die Entwicklung des Buchdrucks gelang. Diese Möglichkeit der Informationsübermittlung läutete Europas Blütezeit ein, weil der dadurch entstehende Informationsvorsprung für weitere Erfindungen genutzt wurde.

Von Innovationen hänge auch die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen ab. Der beste „Rohstoff“ dafür seien gut ausgebildete Menschen, die über die Zukunftsaufgaben diskutieren. Diese ergeben sich zum Beispiel aus der alternden Gesellschaft mit ihren Bedürfnissen, den daraus steigenden Anforderungen an die Medizintechnik, dem Feld der Nutzungsdienstleistungen, der zukünftigen „Industrie 4.0“ oder auch des „Konsum 4.0“ - wenn zum Beispiel der Kühlschrank sich selbst die Waren zum Wiederauffüllen bestellt - oder auch einfach das Energiemanagement. Es gelte, den Bedarf zu erkennen und die Geschäfte zu antizipieren, sagte Flammer.

Die Voraussetzungen dazu - ein herausragender Ausbildungsstand und ein leistungsfähiges Breitbandnetz - seien in der „Werkstatt Hessens“, womit Flammer Mittelhessen meint, gegeben. Es gelte einen Plan zu erstellen, sich zu verknüpfen und es anzupacken. „Dann kann das Unternehmen Zukunft hier in Dautphetal und Biedenkopf toll und vernünftig gestaltet werden.“

von Gianfranco Fain

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