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Mit Böllerschüssen und Nationalhymne: „Oi Derf feiert“

Wommelshausen Mit Böllerschüssen und Nationalhymne: „Oi Derf feiert“

Unter dem Motto „Oi Derf“ begann am Freitag die dreitägige Feier zum 675. Geburtstag des Bad Endbacher Ortsteils.

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Bürgermeister Markus Schäfer (von links) und Landrat Robert Fischbach erhalten von Wolfgang Pfeiffer, Werner Kraft und Volker Schneider die Dorfchronik von Wommelshausen überreicht.

Wommelshausen. „Wir wollten etwas ganz Großes machen. Ein Fest für alle Menschen, die in unserem Dorf leben, bei dem sich jeder einbringen kann“, erklärte Christian Pfeifer, der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft am Freitag beim Festakt zum Dorfjubiläum „675 Jahre Wommelshausen“. Mit drei Böllerschüssen eröffnete Karl Heinz Happel diesen offiziell um 19 Uhr. Im Anschluss spielte der Posaunenchor unter der Leitung von Helmut Goppold die Nationalhymne.

Dann trat Pfeifer vor das Publikum im Festzelt, dass dieses fast bis zum letzten Platz füllte. Er blickte auf die Vorbereitungen zum Jubiläum zurück und verwies darauf, dass es am 10. August, dem Tag der urkundlichen Ersterwähnung, einen Festgottesdienst gibt.

„Ihr habt es geschafft ein Fest der Generationen auf die Beine zu stellen, an dem sich Jüngere und Ältere gleichermaßen beteiligen“, lobte Landrat Robert Fischbach. Bürgermeister Markus Schäfer betonte vor allem den großen Enthusiasmus der Beteiligten an den Vorbereitungen, während Ortsvorsteher Ladislaus Szabo auf gutes Wetter und ein schönes Fest hoffte. Wolfgang Pfeiffer von der Arbeitsgemeinschaft Chronik gab mit einem Zwinkern zu: „Ich werde jetzt ein paar trockene Fakten vortragen, bin aber guter Dinge, dass es trotzdem unterhaltsam bleibt.“ Schließlich übergaben sie ihr Werk, ein Buch über die Wommelshäuser Geschichte, an den Landrat und den Bürgermeister.

Danach erfüllten sich die Wünsche: Das Wetter hielt bis zum Sonntagnachmittag und die Stimmung stieg. Beim „bunten“ Programm des Abends begeisterten zum Beispiel Sänger Johannes Sebö, und seine Backgroundsängerinnen Julia Szabo und Anna-Lena Röder mit dem Musikstück „Daddy Cool“ oder der Sketch mit „Nina“ und „Lisbeth“ sowie der Auftritt von „Helene Fischer“, bei dem Beate Assmann das Publikum zum lauten Mitsingen brachten.

Am Morgen des zweiten Tags der Jubiläumsfeier ließen sich mehr als 350 Besucher gemäß dem Sprichwort „Gut gefrühstückt spürt man den ganzen Tag“ Deftiges schmecken, das die Dorfgemeinschaft im Festzelt bereithielt. Auf eigens erstellten dekorativen Brettchen hatten fleißige Hände frühmorgens damit begonnen, etwa 250 Portionen aus jeweils einer kräftigen Scheibe Blut-, Leber- und Mettwurst sowie zwei Scheiben Brot und einer Gurke zusammenzustellen und zu verpacken. Die Nachfrage war jedoch so groß, dass für Nachschub gesorgt werden musste.

Jung und Alt genossen sichtlich dieses gemeinsame Frühstücken, das der Musikverein Bad Endbach unter der Leitung von Michael Werner mit flotten Weisen begleitete. Sobald die Portionen verspeist waren, blieb den Gästen das Frühstücksbrettchen mit dem Wommelshäuser Wappen und der Aufschrift als Erinnerung an dieses Fest.

Ab 14 Uhr ging es mit einer „Kinderolympiade“ weiter. Den Abschluss des Abends bildete der Auftritt des „Albachtal-Expresses“.

Am Sonntag gab es neben Unterhaltung im Festzelt auch eine Ausstellung alter landwirtschaftlicher Maschinen. Neben Vorführungen derselben begeisterte die Kinder vor allem eine Rundfahrt auf einem der alten Traktoren. Heute klingt das Fest mit einem Frühschoppen aus.

von Salomé Weber und Helga Peter

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