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Minimiert: Sicherheitsrisiko Fressgasse

Kirschenmarkt Minimiert: Sicherheitsrisiko Fressgasse

Das Super-Wetter beim diesjährigen Kirschenmarkt begünstigte nicht nur einen rekordverdächtigen Besucheransturm, es wird auch Veränderungen im Sicherheitskonzept der Stadt nach sich ziehen.

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Die Fressgasse auf dem Gladenbacher Kirschenmarkt ist ein beliebtes Ziel der Besucher. Nach dem Rekordansturm in diesem Jahr ändert das Ordnungsamt das Sicherheitskonzept.Archivfoto

Gladenbach. Es war Sommer, es war heiß und es war noch voller als sonst: Die Menschen drängten sich in der Fressgasse des Kirschenmarktes auf der Suche nach Erfrischungen und Essbarem. Die sich stauenden Menschenmassen erfreuten die Marktbeschicker und trieben einem Gladenbacher die Sorgenfalten auf die Stirn. Was ist, wenn hier eine Panik ausbricht?, fragte sich dieser angesichts der noch frischen Erinnerung an die Tragödie in Duisburg.

In einem Schreiben an die Stadtverwaltung brachte der Gladenbacher seine Bedenken vor. Da er bis auf eine Bestätigung für den Eingang seines Schreibens keine weitere Reaktion erhielt, hakte Conny Plug während der Stadtverordnetenversammlung im September nach. Nimmt man die Bedenken ernst, welche Schritte sind oder sollen unternommen werden, um die Sicherheitslage auf dem Gladenbacher Kirschenmarkt zu erhöhen?, fragte die Sozialdemokratin.

Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim erklärte, dass man die Bedenken natürlich ernst nehme und die Kirschenmarkt-Kommission in ihrer nächsten Sitzung darüber beraten werde. Für den im Urlaub befindlichen Bürgermeister erklärt Ordnungsamtsleiter Günter Becker, was die Stadt zu tun gedenkt.

Bei der Nachbetrachtung des diesjährigen Festes durch Vertreter von Ordnungsamt, Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Security wurde nicht nur beschlossen, wie die eigene Arbeit an das vom Land Hessen für Volksfeste verfasste Sicherheitskonzept anzupassen ist, sondern wegen der Zustände in der Fressgasse - Becker: „So voll wie dieses Jahr war es noch nie!“ - auch festgelegt, dass im nächsten Jahr ein Bürgersteig von Buden freibleiben soll. „Damit wollen wir erreichen, dass die Fläche für die Festbesucher größer wird und somit kein Engpass besteht“, sagt Becker.

Ferner sei man noch auf der Suche nach einem geeigneten Fluchtweg. Dazu bieten sich das Postgelände oder die beiden Gassen zwischen dem gegenüberliegenden Gebäudekomplex an. Das Problem: Es handelt sich um Privatgrundstücke. Deshalb müsse man noch eine Lösung finden, erklärt Becker.

Brandverletzungen bei Autoscooter-Unfall

Dass die Ordnungsbehörde bei gefährlichen Situationen schnell regiert, beweist ein anderer Vorfall während des diesjährigen Festes. Auf der Autoscooter-Fläche hob durch einen heftigen Anprall ein Gefährt vom Boden ab, ein anderes schob sich darunter. Das obere geriet in eine extreme Schräglage und die Stange des Stromabnehmers geriet gegen eine Stützpfeiler der Anlage. Ein durch den folgenden Kurzschluss ausgelöster Funkenflug habe bei zwei Kindern zu Verbrennungen geführt, erzählt Becker. Daraufhin sei verfügt worden, dass die Autoscooter nur noch mit verminderter Geschwindigkeit fahren durften und Schaummatten zur Isolierung der Stützstreben angebracht wurden, um weitere Stromkontakte zu vermeiden.

von Gianfranco Fain

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