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Miniaturzüge finden ihr Publikum

Modelleisenbahnbörse Miniaturzüge finden ihr Publikum

An einem strahlend hellen Wintersonntag kamen viele schaulustige und kaufwillige Modelleisenbahnfans ins Haus des Gastes, um sich für das Hobby der kalten Jahreszeit einzudecken.

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Otto Klingelhöfer zeigt seinem Enkel Oscar Bott, wie es auf der Anlage der Rachelshäuser Modellbahnfreunde rund geht.

Quelle: Gianfranco Fain

Gladenbach. „Es lässt sich sehr gut an“, sagt Bernd Müller kurz nach der Eröffnung der 25. Modelleisenbahn- und Autotauschbörse. Das Haus des Gastes ist gut gefüllt, an den rund 20 Ständen wird geschaut, bewertet, gefeilscht und gekauft. „Das Interesse ist da“, ergänzt der Vor­sitzende der veranstaltenden Modellbahnfreunde Rachelshausen und freut sich, dass auch junge Menschen unter den Besuchern sind.

So wie Emilie Brössel, die mit ihrem Vater Christian aus Moischt angereist ist. Er ist 32 seiner 34 Lebensjahre von Modelleisenbahnen fasziniert und führt jetzt seine Tochter an das Hobby heran. Die Zeit ist knapp, weil die Modellbahnanlage bei den Brössels aus Platzgründen immer nur von Ende November bis zur dritten Januarwoche aufgebaut wird. Das Ziel am heutigen Sonntag ist, passende Waggons für Emilies kürzlich erstandenen Lokomotive zu finden, was mit Kesselwagen aus der Zeit der DDR-Reichsbahn auch gelingt.

Daniela Emmerich ist mit ihren drei Söhnen aus Weipolts­hausen angereist. Sie filmt mit ihrem Handy, wie auf der großen LPG-Anlage die Züge ihre Runden drehen. Die Aufnahmen führt sie dann zuhause den Söhnen ebenso wie dem eisenbahnbegeisterten Ehemann vor, wenn die eigene Anlage ihre Runden unterm Tannenbaum dreht.

Währenddessen herrscht an den Ständen reichlich Betrieb, der aber nicht alle zufriedenstellt. Während sich Kunden reichlich bei einigen großen Anbietern mit Waggons, Lokomotiven, Gleisen oder auch Häusern eindecken, läuft an kleineren Ständen, an denen Einzelpersonen ihre guten Stücke verkaufen, das Geschäft nicht so gut. „Da kann man noch so weit runtergehen mit den Preisen, die Leute kaufen nicht“, klagt einer. Kein Wunder, die Interessenten sondieren erst das Angebot. Auch Raritäten gehen nicht sofort weg. Der Kauf eines gut erhaltenen Stückgutwaggons der ersten Märklin-Serie für 160 Euro will gut überlegt sein.

von Gianfranco Fain

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