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Messen für das große Vergnügen

Kirschenmarkt Messen für das große Vergnügen

Weniger als drei Wochen bis zum Beginn des Kirschenmarktes. Damit alles glatt läuft, vergewisserte sich der ­Generalpächter auf dem Marktplatz über die geplante Anordnung der Fahrgeschäfte.

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Sebastian (hinten) und Konrad Ruppert (vorne) maßen die Plätze für die Fahrgeschäfte des Kirschenmarktes aus.

Quelle: Gianfranco Fain

Gladenbach. Wenn zur besten Kirchgangszeit zwei Männer mit Maßband und Zollstock über den Marktplatz schreiten, hier mal den Zollstock anlegen und in einer anderen Ecke des Platzes das lange Band ausrollen, dann wissen alteingesessene Gladenbacher: Bis zum Kirschenmarkt dauert‘s nicht mehr lang.

Um 10 Uhr fingen Konrad und Sebastian Ruppert am Sonntag an, die Plätze für die Fahrgeschäfte und Imbissbuden des 178. Kirschenmarktes auszumessen. „Das geht nur am Sonntagvormittag“, sagt Konrad Ruppert, der seit 33 Jahren der Platzmeister des Jahrmarktes ist. Denn Sonntagvormittag ist die Parkfläche des Marktplatzes wenig genutzt und bietet so dem Generalpächter die Möglichkeit, ungehindert die Stellflächen für die Fahrgeschäfte auszumessen.

Das ist nötig, obwohl der 58-Jährige dank seiner Erfahrung den Stellplan für die 40 bis 45 Geschäfte schon im Kopf hat. Doch wenn das Riesenrad, das am Busbahnhof stehen wird, nur eine Stellfläche von 14 mal 20 Metern hat, dafür aber eine Ausladung und Höhe von 38 Metern, dann misst man doch mal genauer aus. Neben dem Riesenrad gibt es noch eine weitere große Attraktion für die ganze Familie, den „Chaos-Airport“.

Dieses Fahrgeschäft ist im Grunde ein Hindernisparcours, der zu Fuß zu durchschreiten ist, wobei ein Gepäckwagen-Knäuel, ein Spiegellabyrinth, Notrutschen wie im Flugzeug oder ein Tower als Kletterturm zu überwinden sind. Die dritte große Attraktion – vorwiegend für die jungen Gäste – ist Rupperts „Take off“.

Magistrat entschied über Stellplätze

Den „Chaos-Airport“ gibt es erst seit anderthalb Jahren, und dass dieses Fahrgeschäft jetzt schon in Gladenbach sein wird, bewertet Ruppert als „gutes Zeichen“, das für die Attraktivität des Kirschenmarktes unter den Schaustellern spreche, obwohl sich die Kosten, bedingt durch die Einklageversuche, in den vergangenen Jahren erhöht hätten. Dennoch: „Hier gibt es noch ein gutes Fest, mit einem tollen Publikum, das noch richtig feiert“,  bekennt der Bad Wildunger.

Dazu tragen laut Ruppert ein gutes Programm von der Eröffnung bis zum Schlussfeuerwerk sowie die Fressgasse bei, die der Generalpächter vor 33 Jahren installierte. Die Schausteller seien zufrieden, was sich auch in einem hohen Prozentsatz der Wiederkehrer spiegele.

Vermutlich auch deshalb hat es keine Probleme aufgrund des neuen Zulassungsverfahrens gegeben. Während die Ausschreibung wie in den Jahren zuvor im November erfolgte, konnte Ruppert nicht wie gewohnt die Stellplätze selbst vergeben, sondern musste erst den Magistratsbeschluss im Januar abwarten. Da wird für manchen Inhaber eines Fahrgeschäftes die Zeit knapp, falls er sich dann noch für ein anderes, gutes Fest bewerben muss.

Aufgrund des von der Stadt entschiedenen Auswahlverfahrens erwartet Ruppert keine negativen Einflüsse mehr durch die drei Klagen der heimischen Schaustellerfamilie Kreuser, die mit drei Ständen zum Kirschenmarkt noch zugelassen werden will. Somit rechnet Ruppert damit, dass am Montagabend der Aufbau der Fahrgeschäfte wie von ihm geplant beginnt: erst die großen Attraktionen, Riesenrad, Chaos-Airport und „Take off“ und danach die kleineren Stände drumherum. Dabei richtet sich alles nach seiner Pfeife: Widersprüche oder Ärger hat es, solange er Platzmeister ist, noch nie gegeben, sagt der Bad Wildunger.  

  • Der 178. Kirschenmarkt wird am Donnerstag, 2. Juli, offiziell eröffnet und endet am Sonntag, 5. Juli.
 
Programm

Donnerstag, 2. Juli
20 Uhr: Eröffnungskonzert mit dem Musikverein Gladenbach und dem Musikzug der Feuerwehr Weidenhausen, anschließend Tanzmusik mit „Top Time“.

Freitag, 3. Juli
8 bis 18 Uhr: Traditioneller Krammarkt mit rund 200 Ständen.
20 Uhr: Wahl und Krönung der Kirschenkönigin 2015 unter Mitwirkung des Musikvereins und des Spielmannszuges Gladenbach, anschließend Tanzmusik mit „Top ­Time“.

Samstag, 4. Juli
10 bis 13 Uhr: „Gladenbacher Kirschenmarkt-Frühstück“ mit Musik im Festzelt. Ausrichter: Männergesangverein Gladenbach.
11 bis 14 Uhr: Vergünstigungen auf dem Rummelplatz mit „Preisen wie in alten Zeiten“ für Kinder und Jugendliche.
14.30 bis 16.30 Uhr: Seniorennachmittag der Stadt Gladenbach im Festzelt.
21 Uhr: Showprogramm im Festzelt mit „Partypilot“ Axel Fischer und Trompeter, Sänger und Entertainer Bruce Kapusta, anschließend Tanzmusik mit der Kapelle „Die Filsbacher“.

Sonntag, 5. Juli
10.30 Uhr: Kirschenmarkt-Gottesdienst im Festzelt.
14 Uhr: Großer Festzug mit zahlreichen Kapellen und Spielmannszügen sowie originellen Wagen und Gruppen, anschließend Bühnenauftritte aller mitwirkenden Musikgruppen im Festzelt.
20 Uhr: Festausklang mit Tanzmusik mit der Kapelle „Die Filsbacher“ im Festzelt.
23 Uhr: Großes Höhenfeuerwerk.

 
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