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Mehrere Interessenten, ein Bieter

Altes Feuerwehrgerätehaus Mehrere Interessenten, ein Bieter

Es gibt nur einen Bieter und der zu erzielende Verkaufspreis ist zumindest für die Mitglieder 
des Haupt- und Finanzausschusses in Ordnung. Deshalb empfehlen sie dem Parlament, dem 
Verkauf zuzustimmen.

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Für das alte Feuerwehrgerätehaus in Lohra gibt es einen Kaufwilligen.

Quelle: Gianfranco Fain

Lohra. Mit dem Beschluss zum Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses war das Schicksal des alten schon besiegelt. Die Frage war nur, lässt es sich verkaufen und zu welchem Preis? Diese Frage ist mittlerweile geklärt. Es habe zwar mehrere Interessenten für das Gebäude samt 1414 Quadratmetern Grund gegeben, berichtete Bürgermeister Georg Gaul am Donnerstagabend auf Nachfrage eines Ausschussmitgliedes, jedoch habe nur einer ein Gebot abgegeben.

Der Interessent wolle das Gebäude und das Außengelände einer gewerblichen Nutzung zuführen, erklärte Gaul auf weitere Nachfragen. Es handele sich um einen Fahrzeughandel, präzisierte Gaul. Ob die Hallen auch als Werkstatt für Reparaturen genutzt werden, konnte Gaul nicht sagen.

Das Geschäft werde mit einer Anzahlung von 20.000 Euro besiegelt und mit der Restzahlung vollzogen, wenn das neue Feuerwehrgerätehaus in Betrieb genommen wird. Für die Gemeinde werde eine Grunddienstbarkeit für die Sirenenanlage eingetragen, ergänzte Gaul noch. Mit der anschließenden Abstimmung empfiehlt der Ausschuss der Gemeindeversammlung einstimmig dem Verkauf zuzustimmen.

Ebenfalls ohne Gegenstimme votierte der Ausschuss für einen von der CDU-Fraktion selbst geänderten Prüfantrag. Diesem zufolge soll der Gemeindevorstand prüfen, ob die 171.776 Euro aus dem Investitionsprogramm des Landes vorrangig für die Sanierung des kanalisierten Kirbach eingesetzt werden können.

Auf Nachfrage, ob das Geld dafür ausreichen würde, erklärte Bürgermeister Gaul, dass die Kostenschätzung eines Ingenieurbüros für die Sanierung des 900 Meter langen Kanals von fast einer Million Euro ausgehe, die Summe aus dem Investitionsprogramm also nur für einen Teil reichen würde. Es sei aber schon vorgesehen, die Sanierungsarbeiten über mehrere Jahre zu strecken.

Stimmen die Gemeindevertreter sowie der Ausschuss mehrheitlich zu, dann wird sich der Gemeindevorstand auch mit dem demografischen Wandel beschäftigen müssen. Auf Antrag der CDU- und SPD-Fraktion soll es ein Konzept geben, wie die Gemeinde beispielsweise die Sicherung der Kindertagesstätten, die ärztliche Versorgung, die Verbesserung der Nahversorgung oder des Öffentlichen Nahverkehrs für die Einwohner attraktiv erhält.

von Gianfranco Fain

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