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Mehr Leben in historisches Gotteshaus bringen

Hufeisenkirche Mehr Leben in historisches Gotteshaus bringen

Der Ortsbeirat Altenvers will als Schnittstelle zwischen den benötigten ehrenamtlichen Helfern und dem Trägerverein bei dessen Veranstaltungen fungieren.

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Zum Ideensammeln trafen sich die Mitglieder des Vereins für Geschichte und Volkskunde Lohra mit den Mitgliedern des Ortsbeirates Altenvers in der Hufeisenkirche.

Quelle: Gianfranco Fain

Altenvers. Es ist ein ganz besonderer Schatz, der da mitten in Altenvers steht. Es handelt sich um eine der ältesten Kirchen in Deutschland, die eine hufeisenförmige Apsis hat. Und die im Lohraer Ortsteil ist eine der wenigen, die nahezu noch im Urzustand erhalten ist. So beschrieb Dr. Heinrich-Justus Wagner am Mittwochabend den Ortsbeiratsmitgliedern das mittlerweile entweihte Gotteshaus.

Dann ging der Vorsitzende des Vereins für Geschichte und Volkskunde Lohra, der sich dem Erhalt des Kleinods verschrieben hat, auf die Schattenseiten ein. Die Hufeisenkirche steht meistens leer. Eine Veranstaltung am „Tag des offenen Denkmals“ stemmt der Verein kontinuierlich pro Jahr. Der Verein hat wenige Mitglieder, von denen zudem die meisten über 50 Jahre alt sind. Doch der Verein möchte die historische Kirche den Altenversern näher bringen, nur: „Wie?“

Diesen Hilferuf griff der Ortsbeirat auf, dessen fünf Mitglieder zum Ortstermin kamen und in der Kirche auf ebenso viele Vereinsmitglieder trafen. Sie diskutierten, wie die Kirche mit Leben zu füllen wäre. In der Runde entstanden auch einige Ideen.

Ortsvorsteherin Tina Will schlug vor, „die Vereine mit ins Boot zu holen“. Zudem sollten in die Überlegungen auch der Kirchgarten einbezogen werden. Will möchte zudem erörtern, ob der Kindergottesdienst nicht aus einem Nebenraum der Kirche ins Kirchlein umziehen könnte. Es gab auch den Vorschlag, die Hufeisenkirche wieder in das Programm der Ferienspiele zu integrieren oder mit Aktivitäten der Grundschule zu verknüpfen.

Eine Sorge des Vereins ist, dass ihre Veranstaltung am „Tag des offenen Denkmals“ schon mehrmals mit denen anderer Vereine kollidierte, berichtete der stellvertretende Vorsitzende Dr. Thomas Hetche. Dazu erklärte Wills Stellvertreter Andreas Badouin, dass sich die Vereinsvertreter am Jahresanfang treffen, um die Termine abzustimmen. Außerdem könne man sich gegenseitig inspirieren, fuhr Badouin fort. So könnte zum Beispiel der Gesangverein vor einem Fest ein Konzert in der Kirche geben oder dort der Gottesdienst des Bachfestes anstatt im Festzelt stattfinden. Schließlich sprach Anneliese Heinrichs die Idee einer Krippenausstellung an. Sie habe in den vergangenen Jahren Krippen erhalten, die verwendet werden könnten. Doch der Verein habe nicht genug Mitarbeitende, um eine Ausstellung zu betreuen. „Sagen Sie uns, wie viele Leute Sie brauchen, wir kümmern uns darum“, bot Badouin an. In diesem Sinne erklärte Will, dass der Ortsbeirat zukünftig als Schnittstelle fungieren werde, wenn der Verein Hilfe bei Veranstaltungen benötige.

Die Ortsbeiratsmitglieder hatten allerdings auch eine Anregung für die Vereinsmitglieder parat. Sie sollten ihre Veranstaltung zum „Tag des offenen Denkmals“ besser bewerben. Als Wagner einwandte, in vielen Geschäften auf Ablehnung gestoßen zu sein, legte Will fest: „Dann machen wir das demnächst über Facebook.“

Künftig im Ort zwei Tempo-30-Strecken?

Danach tagte der Ortsbeirat im Hirtenhaus weiter. Dort besprachen die Mitglieder, aus Spenden und Erlös des Eröffnungsfestes der Spiel- und Begegnungsstätte „Auf der Sünde“ an Spielgeräten ein Reck und eine Kletter-Dreh-Kombination kaufen zu wollen.

Zu Tempo-30-Zonen könnten wegen der Kindertagesstätte der obere Teil der Martin-Luther-Straße und der Tannenweg erklärt werden. Jedoch wünsche sich der Ortsbeirat nicht nur Schilder, sondern auch eine Markierung auf der Straße, ergänzte der Ortsbeirat die Anfrage der Gemeindeverwaltung.

Das nächste Fest wird in Altenvers der Nikolausmarkt am 3. Dezember sein.

von Gianfranco Fain

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