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Mehr Fläche, längere Öffnungszeiten

Secondhand-„Laden“ zieht um Mehr Fläche, längere Öffnungszeiten

Der „Laden“ des Diakonischen Werkes zieht ins Gladenbacher Zentrum um. In der Marktstraße steht eine größere 
Verkaufsfläche zur 
Verfügung.

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Die Sensation ist perfekt

Der „Laden“ in der Kreuzstraße ist bereits ausgeräumt. Am 22. April findet die offizielle Eröffnung in der Marktstraße 7 statt und am darauf folgenden Dienstag öffnet das neue Ladenlokal im Zentrum Gladenbachs erstmals zum Verkauf.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Gladenbach. In den linken Teil des ehemaligen Schlecker-Marktes in der Marktstraße 7 zieht der „Laden“ ein und wird auf einer Verkaufsfläche von 230 Quadratmetern gut erhaltene Secondhand-Kleidung für den schmalen Geldbeutel anbieten. Der „Laden“ in der Kreuzstraße schloss zum 1. April seine Türen.

Am Freitag, 22. April, findet die offizielle Eröffnung statt, am Dienstag drauf öffnet der Laden von 10 bis 13 Uhr zum ersten Mal am neuen Standort. Derzeit wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass die Eröffnung planmäßig erfolgen kann.

Die Wände haben bereits einen neuen Anstrich erhalten, am Wochenende sind noch Restarbeiten zu erledigen. Dann muss noch die Kleidung aus den Kartons ausgepackt und an die Verkaufsständer oder in die 
Regale geräumt werden.

Kretz: Großer Bedarf
an günstiger Kleidung

„Wir haben einen großen 
Bedarf festgestellt, erklärt Helmut Kretz, Leiter des Diakonischen Werkes Biedenkopf-Gladenbach. Darauf habe man mit der Verdoppelung der Ladenfläche und zusätzlichen Öffnungstagen reagiert. Die Ladenöffnungszeiten wurden von vier Stunden wöchentlich auf zwölf Stunden erhöht.

Kretz ist zuversichtlich, dass die zusätzlichen Zeiten mit ehrenamtlichen Helfern abgedeckt werden können. Schon jetzt hat sich das Team vergrößert. Ziel sei, dass der 
„Laden“ an vier Öffnungstagen in der Woche mit jeweils drei Personen besetzt ist. Nun sucht Koordinatorin Agnes Protz zusätzliche Helfer, die Spaß daran haben, sich freiwillig für andere zu engagieren.

„Wer Spaß an Mode, Kontakt mit Kunden und dem Verkauf hat, ist im Team willkommen“, sagt die Diplom-Sozialarbeiterin. Sie ist Ansprechpartnerin für die im „Laden“ ehrenamtlich Tätigen und konnte über das DRIN Projekt der evangelischen Kirche Hessen Nassau und der Diakonie Hessen die für den Umzug in einen Laden mit mehr als doppelt so großer Verkaufsfläche notwendigen finanziellen Mittel erhalten.

Die ehrenamtlichen Helfer verkaufen nicht nur die Secondhand-Kleidung, sie nehmen auch die Spenden entgegen. Viele der Spender seien froh, dass sie ihre Kleidung anderen Menschen zur Verfügung stellen können und dass sie nicht im Müll landet, sagt Protz.

Neuer Laden bietet Begegnungsecke

Der „Laden“ ist eine Anlaufstelle für Menschen, die sich nicht viel leisten können. Einkaufen kann dort jeder. Diejenigen, die ihre finanzielle 
Bedürftigkeit nachweisen – über 
Einkommensbescheide oder den Besitz einer Tafelkundenkarte –, erhalten die Waren zum halben Preis.

„Ich freue mich, wenn Kunden zufrieden aus dem Laden gehen“, sagt eine ehrenamtliche Helferin über ihre Motivation, sich dort zu engagieren.

Im „Laden“ soll es zudem eine Begegnungsecke geben, in der Kunden verweilen und in der sie mit anderen ins Gespräch kommen können. Er ist ein Projekt des Diakonischen Werkes Biedenkopf-Gladenbach in Kooperation mit der evangelischen Gemeinde Gladenbach, der Stadt, der Flüchtlingshilfe und der Diakoniestation.

Eröffnet wurde der „Laden“ in der Kreuzstraße am 20. Mai 2014. Zum Einzug lautete des Motto „Gebraucht tut's auch“, an dem dürfte sich nichts geändert haben.

  • Wer sich im „Laden“ engagieren möchte, kann sich mit Agnes Protz in Verbindung setzen. Sie ist montags von 10 bis 12 Uhr in der Wilhelmstraße 2 in Gladenbach unter Telefon 06462/6558 oder per E-Mail: agnes.protz@ekkw.de erreichbar.

von Silke Pfeifer-Sternke

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