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Magisches in „Jeegels Hoob“

Dorfzentrum Magisches in „Jeegels Hoob“

Mit einer zweitägigen Veranstaltung feierte der Kultur- und Förderverein „Jeegels Hoob“ mit Livemusik, Magie und Comedy sein 10-jähriges Bestehen.

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m weißen Anzug moderierte Vorsitzender Hermann Bamberger die Veranstaltung.

Quelle: Helga Peter

Hartenrod. Am Wochenende lud der Kultur- und Förderverein „Jeegels Hoob“ aus Anlass des zehnjährigen Vereinsbestehens in das gleichnamige Dorfzentrum ein. Mit feurigen aber auch beschwingten Klängen feierten etwa 100 Gäste dieses Jubiläum bei Livemusik, ließen sich von Magie verzaubern und erfreuten sich an Comedy.

Vereinsvorsitzender Hermann Bamberger begrüßte die Gäste und ließ die Vereinsgeschichte Revue passieren. 10 Jahre seien dabei gefühlte 20 Jahre, die dieser Verein turbulent und nervenaufreibend, wie kaum ein anderer, durchlebt habe. „Dennoch das Dorfzentrum „Jeegels Hoob“ ist unser Kind und unserer Obhut anvertraut“, so der Vorsitzende, der auch die Anfangszeit des Vereins ansprach, die von Irrungen, Wirrungen, Missverständnissen und Feindseligkeiten geprägt gewesen sei, unter die sich aber auch Zuspruch, Aufbruch und Solidarität gemischt hätten.

Heute könne der Verein zu Recht stolz sein, denn mit eisernem Willen seien die Ziele erreicht worden. Der Kultur- und Förderverein „Jeegels Hoob“ sei ein Kind der Dorferneuerung, die in Hartenrod von 2001 bis 2010 stattfand. Alle Gremien hätten im Jahr 2003 einmütig für den Umbau der ehemaligen Hofreite Seitz in das Dorfzentrum gestimmt, für das 1,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt wurden. Voraussetzung sei ein Förderverein gewesen, den 21 engagierte Gründungsmitglieder aus der Taufe hoben. Der Verein, dessen Arbeit geschätzt werde, blühe und gedeihe, benötige aber weitere Mitglieder.

Kreisausschussmitglied Bernd Klingelhöfer zollte Willi Arnold ein großes Lob, der seinerzeit die Idee zum Umbau der Hofreite Seitz in ein Dorfzentrum hatte. Aus dem Umbau sei nach diversen Ereignissen ein Neubau geworden, dessen Einweihung 2007 stattfand.

Der Kultur- und Förderverein „Jeegels Hoob“ habe sich im Juli 2003 gegründet mit dem Ziel, das Dorfzentrum materiell, finanziell und ideell zu unterstützen und erfreue sich großer Akzeptanz. Stolze 200 Vermietungen im vergangenen Jahr sprechen dafür, wobei dieses Haus ehrenamtlich durch die Mitglieder verwaltet und gemanagt werde. Dieses Leuchtturmprojekt strahle über Hartenrod hinaus und stehe als Erfolgsmodell im Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Diesen Worten schloss sich der Kreistagsvorsitzende Detlef Ruffert an, der das Dorfzentrum „Jeegels Hoob“ als ein Markenzeichen und Vorzeigeobjekt bezeichnete, in dem Kultur gepflegt werde. „Kultur ist, was Menschen zusammen­bringt. Das Haus nachhaltig mit Leben zu füllen, ist große Kunst“, so Ruffert. Erich Koch, Erster Beigeordneter der Gemeinde Bad Endbach, lobte das ehrenamtliche Wirken der Vereinsmitglieder und stellte das Mittagstisch-Angebot für den Kindergarten als besondere und einzigartige Leistung heraus.

Ortsvorsteher Arndt Räuber freute sich, dass sich der Verein erfolgreich für die Kulturförderung einsetzt. Altbürgermeister Jochen Becker lobte das vielfältige Engagement des Vereins um das Dorfzentrum, dass in seiner Entstehungsphase dreimal auf der Kippe stand. „Das Dorfzentrum Jeegels Hoob ist Ortsmittelpunkt für Hartenrod geworden und strahlt weit in das Lahn-Dill-Bergland aus.“

Die Harmonikagruppe „Con Fuogo“ eröffnete die Veranstaltung und unterhielt mit „feurigen Klängen“. Für Verblüffung sorgte Zauberkünstler Michael Stern, der mit magischen Kräften einen Tisch zum Schweben brachte, einen Löffel in eine Gabel verwandelte, aus dem Kerngehäuse einer Zitrone einen Geldschein hervorzauberte, einen Ring vor den Augen der Eigentümerin verschwinden ließ und diesen später an einem Schlüsselbund hängend wieder ans Tageslicht brachte.

Lachsalven entlockte der aus Funk und Fernsehen („Hessen lacht zur Fassenacht“) bekannte Komiker Frieder Arndt den Gästen, der in hessischer Mundart von seiner Kur in Bad Endbach berichtete und nach „Haederä“ gekommen sei, um diesen Ort kennenzulernen, dabei nicht vergaß auf die Kochkünste seiner besseren Hälfte einzugehen und seinen markanten Bauch schlicht und einfach als sein zu Tage tretendes Hohlkreuz bezeichnete.

Zum sonntäglichen Frühschoppen spielten die „Hot Swingers“ aus Marburg aufgrund der instabilen Witterung im Dorfzentrum auf.

von Helga Peter

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