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Lohras Dörfer in das Wohnheim reingeholt

Ausstellungseröffnung Lohras Dörfer in das Wohnheim reingeholt

Das Altenzentrum der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Lohra ist um eine Attraktion reicher: Fotos aus allen Ortsteilen zieren die Flure der Einrichtung.

Lohra . Es sollte etwas frischer Wind durch die Flure der Awo Lohra wehen - das war die Idee von Hobby-Fotograf Stephan Peters, die Einrichtungsleiterin Angelika Plaicher dankend annahm.

Und so luden beide Bürger, Firmen und Institutionen in Lohra ein, sich ein Bild von der neuen Flurgestaltung zu machen.

Peters stellt insgesamt 49 Fotos zur Verfügung, die, entsprechend vergrößert, den Bewohnern ihre Gemeinde ins Haus bringen. Es sind Fotos aus allen Ortsteilen, die den Bewohnern ein bisschen Heimat in die Flure zaubern sollen.

25 Geldgeber haben sich an der Aktion beteiligt, die bei den Bewohnern regen Anklang und Interesse findet. Denn so wird aus dem Gang zum Mittagessen eine Wanderung durch die Dörfer, verbunden mit vielen Erinnerungen, die lebhaft ausgetauscht werden. „Die Leute sollen ihre Heimat in das Heim hineingetragen bekommen. Es gibt doch einige, die das Haus nicht mehr verlassen können, und für die die Bilder einen großen Erinnerungswert haben“, erklärt Peters.

Gespräche und Unterhaltungen sollen an den Bildern festgemacht werden, so der Wunsch von Peters, der sich bereits erfüllt haben dürfte, wie einige Bewohner berichteten. „Als ich die Einrichtung im letzten Jahr kennenlernte, wusste ich, hier muss Leben rein. Es sollte aber auch nichts ohne jeden Bezug sein und so kam mir die Idee, die Bilder, die ich hier in Lohra gemacht habe, zur Verfügung zu stellen.“

Lohras „Lindenplatz“ alsMiniatur im Obergeschoss

Ein Highlight auf dem Rundgang durch das Haus ist aber auch der Nachbau des Lindenplatzes im ersten Obergeschoss. Drei Jahre und fast 1000 Arbeitsstunden hat „Bauherr“ Richard Schäfer an dem kleinen „Dorf“ gewerkelt. „Einen Maßstab habe ich aber nicht. Ich habe das zwar ausgemessen, aber die Häuser dann so dargestellt, wie ich mir das vorstelle“, erklärte Schäfer.

Den Anfang machte das Modell der Kirche am Lindenplatz, die jahrelang bei ihm im Garten stand und zu verwittern drohte. Der gelernte Maler baute an und stellte „sein“ Dorf zunächst für Feste und Veranstaltungen zur Verfügung.

Nun hat sie einen schönen Platz bei der Awo gefunden und soll auch dort bleiben. „Bei mir hat sie ja nur im Keller gestanden“, lachte Schäfer.

von Daniela Pieth

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