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Das Warten auf Straßenbau-Startzeichen

Stadtparlament Lohra Das Warten auf Straßenbau-Startzeichen

Derzeit sieht es so aus, dass die maßgeblichen Stellen darauf warten, dass die jeweils anderen das Startsignal zur 
Sanierung der K 49 in Weipoltshausen geben.

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Die Kreisstraße 49 in Weipoltshausen: Löcher vor der Kirche und Risse in der Ortseinfahrt sind nur einige der sichtbaren Schäden am Straßenbelag.

Quelle: Gianfranco Fain

Weipoltshausen. Die Kreisstraße 49, die je nach Sichtweise in Weipoltshausen endet oder beginnt, nähert sich schon seit Jahren dem Ende ihrer Nutzbarkeit. Schlaglöcher und Risse im Asphalt zieren die Oberfläche, gehobene Gullys oder gesenkte­ Kanaldeckel sind ebenso vorhanden wie Bordsteine an manchen Stellen fehlen.

Deshalb drängen die Weipolts­häuser und auch Kommunalpolitiker seit Jahren auf eine Erneuerung. Als der Landkreis die Sanierung vor rund zwei Jahren angehen wollte, war es dann die Gemeinde Lohra, die um Aufschub bat. Der Grund: Es müssen auch die Kanäle und die ­Nebenanlagen erneuert werden und für diese Arbeiten fehlte der hoch verschuldeten Gemeinde das Geld.

Zur Gemeindevertretersitzung Anfang dieses Monats kochte das Thema aber wieder hoch. Anlass war ein Antrag der BfB-Fraktion, die die Bauarbeiten im Investitionsplan der nächsten Jahre vorgezogen haben wollte.­ In der Planungsübersicht des Haushaltes 2017 sind für das Jahr 2019 Ausgaben in Höhe von rund 150.000 Euro für die Kanalisation und für das Jahr und 2020 rund 330.000 Euro für die Nebenanlagen vorgesehen. Diese sollten um jeweils ein Jahr vorgezogen werden.

Landkreis wartet auf Startsignal aus Lohra

Doch der Antrag und damit die Änderung der Investitions-Absichtserklärung im Haushalt lehnten die Gemeindevertreter mehrheitlich ab (OP berichtete). Das könne immer noch rechtzeitig über einen Nachtragshaushalt geschehen, lautete der Tenor.

Schon in der vorhergehenden Ausschusssitzung plädierte der parteilose Bürgermeister Georg Gaul für diese Variante. Man warte auf das Startzeichen des Landkreises und auch von Hessen Mobil gebe es noch keine offizielle Mitteilung darüber, dass die Sanierung bevorstehe.

Die Planung sei bekannt, sagte dagegen Kathrin Neuser, deshalb sollte nach Meinung der BfB der Investitionsplan angepasst werden, um kein falsches Signal nach Weipoltshausen zu senden. Dem BfB-Antrag lag eine inoffizielle Äußerung eines Mitarbeiters von Hessen Mobil zugrunde, demzufolge die Straßenbaubehörde die Erneuerung der Kreisstraße 49 für das Jahr 2018 vorsehe.

Erneuerung der Fahrbahndecke „ganz oben auf der Liste“

Auf Anfrage der OP bestätigte Jutta Hermann vom Fachdienst Straßenbau des Landkreises, dass die Sanierung der K 49 im Deckenprogramm 2018 vorgesehen ist. Zur Umsetzung warte man allerdings auf ein Zeichen der Gemeinde Lohra, erklärte sie.

Die Erneuerung der Fahrbahndecke hat der Kreisausschuss mit dem auf fünf Jahre­ ausgelegten Bauprogramm schon vor einiger Zeit beschlossen. „Sie steht ganz oben auf der Prioritätenliste“, verdeutlichte CDU-Fraktionschef Werner Waßmuth in der Diskussion. Der Kreisausschuss müsse aber noch das Geld dafür im Haushalt 2018 vorsehen, schränkte er die Erwartungen ein und warb für die Lösung über den Nachtragshaushalt der Gemeinde.

Die Zeit bis zum Baubeginn möchte der Gemeindevorstand nutzen, um zwei Abrechnungsmodelle für die Anlieger darzustellen. Für die Sanierung werden die Anliegerbeiträge insgesamt rund 300.000 Euro betragen. Nach derzeitigem Modell werden die Anliegerbeiträge sofort fällig. Alternativ soll dargelegt werden, wie die Belastung bei Anwendung der sogenannten „Wiederkehrenden Straßenbeiträge“ ausfielen.

von Gianfranco Fain

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