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Sportverein weiht neues Clubheim ein

SV Kirchvers Sportverein weiht neues Clubheim ein

Der SV Kirchvers hat sein neues Vereinsheim in der Wellergasse mit einem großen Fest offiziell ­eröffnet. Dabei richtete der Ortsvorsteher einen Appell an die anwesenden Politiker.

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Nach dem Festakt zur Einweihung des Sportheims führten die Kirchverser Turnerkinder im Festzelt unter dem Motto „Zirkus Halligalli“ sportliche Übungen vor.

Quelle: Anita Ruprecht

Kirchvers. Von einer „Punktlandung“ sprach Vorsitzende Ute Jung. Denn das Haus mit allen seinen Gewerken konnte im Jahr des 50-jährigen Bestehens des Vereins und damit fristgerecht zum Jubiläumsfest fertiggestellt werden.

Unter anderem standen Vorführungen der Turnerkinder des Vereins sowie Live-Musik im Festzelt während der Feier auf dem Programm. Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst. Dem schlossen sich gemeinsames Grillen und Kaffeetrinken an.

Der im Jahr 1967 gegründete Sportverein Kirchvers hat rund 370 Mitglieder mit 13 Sportgruppen, das heißt: Etwa jeder dritte Kirchverser gehört dem Club an. Mit dem neuen Mehrzweckgebäude habe der Verein ein „Haus der Begegnung“ mit Bolzplatz und Volleyballplatz mitten im Ort geschaffen, sagte Zweite Vorsitzende Maria Laucht. Die Vorsitzende Jung rief die Kirchverser dazu auf, das neu geschaffene Areal mit seinen optimalen Möglichkeiten nun auch zu nutzen.

Erbbaurecht gilt 99 Jahre lang

„Ein Juwel mitten im Dorf“, nannte Landrätin Kirsten Fründt (SPD) das neue Gebäude. Auch der hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (CDU) lobte die neue Anlage. Mit dem Bewilligungsbescheid des Landes Hessen über 80.000 Euro, den Schäfer im November 2015 dem Sportverein überreicht hatte, war der Anfang gemacht. Im August 2016 wurde das Richtfest des mit 265.000 Euro veranschlagten Bauprojekts gefeiert.

Die Gemeinde­ Lohra hat dem SV das Erbbaurecht für 99 Jahre übertragen und 5000 Euro für den Abriss der alten Bushalle zur Verfügung gestellt. 2000 Euro gab der Landessportbund Hessen­ dazu und 15.000 Euro der Landkreis Marburg-Biedenkopf. 14.000 Euro an Spenden hatte­ der Verein während der Bauzeit eingesammelt, ehrenamtliche Helfer hatten mehr als 1000 Stunden Arbeit am Bau geleistet. Zur Einweihungsfeier am vergangenen Samstag brachte Minister Schäfer nochmals eine­ Landesspende über 500 Euro aus Lotto-Mitteln mit.

Sorge um Busanbindung

Ortsvorsteher Bernd Willershausen sprach von einem „historischen Gelände“, auf dem das neue Sportheim erbaut wurde. Die abgerissene Bushalle sei ein Relikt der Nachkriegszeit gewesen. Die Deutsche Bundespost habe damals den Kirchversern zugesichert, eine Buslinie Richtung Gießen einzurichten, wenn das Dorf eine Halle­ mit Platz für zwei Busse und einem Übernachtungsraum für den Fahrer zur Verfügung stelle. Die Kirchverser hatten damals die Bushalle in Eigenleistung erbaut und so ihre Verbindung Richtung Gießen sichergestellt.

Aktuell sei die Buslinie 43, die die Bürger aus den südlichen Lohraer Ortsteilen nach Krumbach zu den Anschlussbussen Richtung Gießen bringe wieder gefährdet ( die OP berichtete), sagte der Ortsvorsteher. Die Landkreisgrenze sei ausschlaggebend, und wenn die beiden Landkreise Marburg-Biedenkopf und Gießen keinen Konsens fänden, sei im Dezember Schluss mit der Buslinie Richtung Gießen. Für Schüler, Auszubildende und die übrigen Busnutzer sei diese Anbindung für die südlichen Lohraer Ortsteile, die traditionell eher Richtung Gießen orientiert seien, unbedingt nötig, richtete Willershausen seinen Appell an die anwesenden Politiker.

von Anita Ruprecht

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