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Hundekot-Affäre ist „Super-Gau für CDU Lohra“

CDU-Ortsverband Hundekot-Affäre ist „Super-Gau für CDU Lohra“

Die negativen Eindrücke bleiben an der CDU 
„hängen“, obwohl der Prüfantrag zur Einführung einer Gen-Datenbank für Hundekot von drei Fraktionen stammt, lautet die Kritik aus den eigenen Reihen.

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Über das mediale Interesse, den der Prüfantrag zur Einführung einer Gen-Datenbank für Hundekot hervorgerufen hat, ärgern sich einige Mitglieder des CDU-Ortsverbandes Lohra

Quelle: Daniel Karmann / dpa

Kirchvers. Der CDU-Ortsverband Lohra hat aktuell 60 Mitglieder, die allerdings nicht alle­ zur Jahreshauptversammlung ins Schützenhaus von Kirchvers kamen, obwohl es dort auch um ein derzeit heiß diskutiertes Vorhaben ging, das Lohra bundesweite Schlagzeilen einbrachte.

Das Thema „DNA-Tests für Hunde“ sei ein „Gau“ für die Lohraer CDU gewesen, sagte­ Vorstandsmitglied Christian Heubel. Ein Gau gilt im Zusammenhang mit der Kernenergienutzung als „größter anzunehmender Unfall“. Heubel forderte seine Mitstreiter dazu auf, in Zukunft vorsichtiger mit solchen Themen umzugehen. Bei dem Prüfauftrag an den Gemeindevorstand handelt es sich zwar um einen gemeinsamen Antrag von BfB, CDU und SPD. Doch mit dem tätlichen Angriff auf Waßmuth (die OP berichtete von den Eierwürfen auf Waßmuths abgestelltes Auto­ a.d.R.) und der Berichterstattung in Funk und Fernsehen sei die ­Sache „an der CDU hängengeblieben“, so Heubel.

Er wolle sich zukünftig für die konsequente Aufstellung von Hundekotstationen an allen von Hundehaltern stark frequentierten Wegen stark machen, reagierte der Ortsverbandsvorsitzende Werner Waßmuth auf die Kritik. Waßmuth ist auch der Fraktionschef der CDU in der Gemeindevertretung und hatte den Drei-Fraktionen-Antrag vehement vertreten.

Zuversicht: Verkauf zweier Gemeinschaftshäuser

Vor der Diskussion um das aktuelle Thema berichtete Waßmuth darüber, dass die Gemeinde nach konsequenter Haushaltskonsolidierung finanziell wieder ganz gut da stehe. Zwar zähle Lohra laut Waßmuth nicht mehr zu den finanzschwachen Gemeinden, doch seien in den nächsten Jahren hohe Investitionen zu stemmen. Waßmuth nannte als Beispiele die Kanalarbeiten in Weipoltshausen, die Sanierung der Kläranlage in Willershausen sowie die bedarfsgerechte Umrüstung der Feuerwehrgerätehäuser und den Kauf von Feuerwehrfahrzeugen- und ausrüstungsgegenständen.

Das jährliche Defizit bei der ­Unterhaltung der Dorfgemeinschaftshäuser betrage noch 280 000 Euro. Vor einigen Jahren waren das noch 400.000 Euro, sagte Waßmuth. Nachdem die Gemeinde in den vergangenen Jahren zwei Gemeinschaftshäuser abgestoßen hat, ist Waßmuth zuversichtlich, dass im Jahr 2018 zwei weitere Häuser verkauft werden können.

Die Informationen über den Bau von Windkraftanlagen in Lohra seien nur sehr spärlich geflossen, kritisierte Margret Opper. Es habe genügend Informationsveranstaltungen gegeben, sie müssten nur besucht werden, widersprachen die Parteikollegen. Opper gründete mit weiteren Mitstreitern die Bürgerinitiative „Gegenwind“, die den Bau von Windkraftanlagen in Lohra verhindern will ( die OP berichtete).

Gast bei der CDU-Jahreshauptversammlung war Kreisgeschäftsführer Mark Koppelmann. Er legte den Lohraer CDU-Mitgliedern ans Herz, einen Mitgliedsbeauftragten zu wählen, der für die Betreuung der Mitglieder vor Ort verantwortlich zeichne.

von Anita Ruprecht

Vorstandswahl
Vorsitzender und Mitgliedsbeauftragter: Werner Waßmuth, Stellvertreter: Heinz Werner Weimer und Rainer Bodensieck; Schriftführerin: Susanne Kappeller; Schatzmeisterin: Elisabeth Dörr; Beisitzer: Christian Heubel, Christiane Weimer, Uwe Weber, Manuel Thomas, Erich Mann und Harald Platt.
In den Vorstand des CDU-Ortsverbands Lohra wählten die Mitglieder (von links): Erich Mann, Heinz Werner Weimer, Werner Waßmuth, Christian Heubel, Christiane Weimer, Harald Platt, Elisabeth Dörr, Manuel Thomas, Uwe Weber und Susanne Kappeller. Foto: Anita Ruprecht
Mehr zum Thema DNA-Datenbank für Hunde lesen Sie hier.
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