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Antrag zu Finanzen sorgt für Zündstoff

Feuerwehrverein Weipoltshausen Antrag zu Finanzen sorgt für Zündstoff

Alle Mitglieder des Feuerwehrvereins hätten künftig über Spenden ab 250 Euro mitentscheiden können. Doch das wollen sie gar nicht.

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Die beiden Vorsitzende Sabrina Debus (links) und Rüdiger Wagner (rechts) ehren Erwin Rühl für 60 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Weipoltshausen.

Quelle: Anita Ruprecht

Weipoltshausen. Erfreut zeigt sich der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Patrick Schuhmacher über die große Anzahl der aktiven Feuerwehrleute in Weipoltshausen. Es gelte, die Einsatzstärken zu erhalten und Schulungen durchzuführen für die großen Herausforderungen der kommenden Jahre, sagte Schuhmacher.

Die Freiwillige Feuerwehr Weipoltshausen hat aktuell 19 Mitglieder in der Einsatzabteilung, davon sind 7 Atemschutzgeräteträger, berichtete Wehrführer Bernd Kaiser während der Jahreshauptversammlung. Die Wehr rückte im vergangenen Jahr zu zwei Einsätzen aus, am 31. Juli zur Beseitigung einer Ölspur und am 13. September zu einem Heuballenbrand zwischen Reimershausen und Kirchvers.

 Wahlen: Bereits im Dezember wurde Fabian Barth zum stellvertretenden Wehrführer gewählt. Er tritt die Nachfolge von André Rühl an, der weggezogen ist.

Ehrungen: Für 60 Jahre Mitgliedschaft: Erwin Rühl. 50 Jahre: Berthold Arjes. 25 Jahre: Helmut Debus.

Der Feuerwehrverein spendete im vergangenen Jahr mehr als 400 Euro für die Anschaffung eines Hohlstrahlrohrs, das eine verstellbare Wasserzufuhr für 60 Liter für den Innenangriff und für 200 Liter für den Außenangriff bietet, berichtete Sabrina Debus, Vorsitzende des Feuerwehrvereins. Für die Erneuerung der Toilettenanlage in den Feuerwehrräumen liegt das ­Material schon bereit. In nächster Zeit sollen Fliesen und Sanitäranlagen montiert werden, sagte der Zweite Vorsitzende Rüdiger Wagner.

Nach dem Bedarfs- und Entwicklungsplan für die Feuerwehren steht in den nächsten Jahren die Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges für Weipoltshausen an, sagte Bürgermeister Georg Gaul (parteilos). Das alte ist Baujahr 1983. Zudem müssen die Räume der Einsatzabteilung nachgerüstet­ werden, damit von Einsätzen kontaminierte Kleidung getrennt von sauberer Kleidung aufbewahrt werden kann, ergänzte Gaul. Die geselligen Veranstaltungen der Feuerwehr, insbesondere die Bratpartie im Sommer, seien Höhepunkte des Veranstaltungskalenders in Weipoltshausen, sagte Ortsvorsteher Klaus Müller. Er bedankte sich bei den Aktiven und dem Verein für ihr Engagement.

Ganz: Können uns keine Grabenkämpfe leisten

Für reichlich Diskussionsstoff sorgte ein Antrag des Wehrführers, dass die Vereinsgelder vorzugsweise der Einsatzabteilung zugute kommen sollen. Lediglich über Spenden in Höhe von bis zu 250 Euro soll der Vereinsvorstand entscheiden können. Über alle höheren Spenden an andere Vereine, damit ist insbesondere der Kultur- und Heimatverein als Trägerverein des Dorfgemeinschaftshauses gemeint, soll die Mitgliederversammlung entscheiden. Wenn das neue Feuerwehrauto kommt, könne der Verein noch einiges für die Ausstattung spenden, sagte Kaiser.

Die Bratpartie als Haupteinnahmequelle des Vereins werde­ von allen Weipoltshäusern besucht, der Erlös solle auch der Dorfgemeinschaft zugute kommen, sagte Klaus Debus. „Wir können es uns nicht leisten, Grabenkämpfe innerhalb des Dorfes zu führen“, sagte Michael Ganz.

„Wenn das Dorfgemeinschaftshaus weg ist, hat auch die Feuerwehr keinen Versammlungsraum mehr“, fügte er hinzu. Der Antrag wurde mit 35 Nein-Stimmen, 5 Enthaltungen und 1 Ja-Stimme abgelehnt.

von Anita Ruprecht

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