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Lohra sagt Ja zur Hundekot-DNA

Datenbank wird vorbereitet Lohra sagt Ja zur Hundekot-DNA

Ja, der Hessische Städte- und Gemeindebund (HSGB) habe sich schon einmal mit Hunde-DNA befasst, aber da ging es um die Einordnung der Tiere als gefährliche Kampfhunde, erinnert sich Johannes-Ulrich Pöhlker. Doch zu der jetzt von Lohra aufgeworfenen Problematik habe es noch nie Anfragen gegeben, sagt der Leitende Verwaltungsdirektor des HSGB. Auch als Thema habe man damit noch keine Erfahrung, beantwortet Pöhlker eine Anfrage der OP.

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Hundekot in einer Tüte. Mithilfe einer DNA-Datenbank soll in der Gemeinde Lohra zukünftig ermittelt werden, welcher Hund zu welchem Kot gehört.

Quelle: Thorsten Richter

Damm. Demnächst werden sich die Mitarbeiter des HSGB wohl mit dem Thema „DNA-Datenbank für Hundekot“ beschäftigen, wenn die Verwaltungsmitarbeiter der Gemeinde Lohra bei ihnen Rat suchen. Das wird vermutlich geschehen, weil die Gemeindevertretung am Dienstagabend mit 18 Ja-, bei 5 Neinstimmen und 5 Enthaltungen einem Änderungsvorschlag zur Neufassung der Hundesteuersatzung zustimmte.

Zwar bleiben nun alle anderen neuen Bestandteile der Satzung erhalten, doch die Erhöhung der Steuer ist vorerst ausgesetzt. Stattdessen soll der Gemeinde­vorstand aufgrund des Vorschlags von BfB, CDU und SPD nun prüfen, wie eine DNA-Datenbank für Hundekot eingeführt werden kann und der Gemeindevertretung zur weiteren Beratung und Beschlussfassung vorlegen.

Ferner ist mit den Nachbarkommunen Kontakt aufzunehmen, um diesen Weg möglichst gemeinsam zu gehen. Und nach der Einführung der DNA-Datenbank ist zu prüfen, ob die Hundesteuer gesenkt werden kann und stattdessen „drastische Ordnungsgelder“ für die Hundebesitzer, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht beseitigen, eingeführt werden. So lautet der Inhalt des Antrags.

In der DNA-Datenbank sollen alle in der Gemeinde gemeldeten Hunde registriert werden, um unbeseitigte Kothaufen zuordnen zu können. Auslöser für diesen Antrag ­waren Beschwerden von Eltern und anderen Bewohnern der Gemeinde, zum Beispiel Landwirten, über die zunehmende Zahl von Hunde-Hinterlassenschaften, die von deren Besitzern nicht ordnungsgerecht entsorgt werden, aber unter anderem auch eine Gesundheitsgefährdung darstellen.

von Gianfranco Fain

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