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Lohra begrüßt Sonntag seinen neuen Pastor

Evangelisch-methodistische Kirche Lohra begrüßt Sonntag seinen neuen Pastor

Neues Terrain betritt Rolf Held mit seinem Amtsantritt in der Lohraer Evangelisch-methodistischen Kirche.

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Einen Teil seiner künftigen Arbeit wird Pastor Rolf Held in seinem Arbeitszimmer in Lohra erledigen.

Quelle: Anita Ruprecht

Lohra. An diesem Sonntag führt Superintendent Carl Hecker während eines Festgottesdiensts ab 10 Uhr Rolf Held als neuen Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) Lohra 
in seiner künftigen Wirkungsstätte ein. Held tritt damit die Nachfolge von Pastor Wolfgang Friedrich an, der Anfang Juli aus der Lohraer Gemeinde verabschiedet wurde.

Hessen habe er bisher nur auf der Durchfahrt kennengelernt, sagt der 58-jährige Held. Auf seine neue Herausforderungen und eine kreative Gemeindearbeit in einer ländlichen Gemeinde in diesem Bundesland freut er sich.

Bisher hatte die EmK Lohra 
­einen eigenen Pastor in dieser ­einen Gemeinde. Das ist in der EmK eher unüblich, überall sonst bestehen die Bezirke aus mehreren Gemeinden. Jetzt soll es auch in diesem Landkreis so werden. Ab Oktober übernimmt Pastor Held zusätzlich zu Lohra die Gemeinden Kirchhain-Marburg. Jürgen Blum, der bisherige Pastor von Kirchhain-Marburg, übernimmt eine Stelle im Schwarzwald.

Rolf Held bewohnt mit seiner Ehefrau Sonja das Pastorenhaus im Hollersgraben. Die drei Kinder des Paares sind 24, 22 und 19 Jahre alt. Der älteste Sohn studiert und die beiden jüngeren Kinder absolvieren Freiwillige Soziale Jahre.

Von der Schwäbischen Alb nach Lohra

Mit bisher insgesamt 24 Umzügen hat Rolf Held schon ein bewegtes Leben hinter sich. Seine Eltern wanderten aus dem Nachkriegsdeutschland nach Südafrika aus, wo Rolf Held geboren wurde und aufwuchs.

Als er 18 Jahre alt war und sein Abitur in der Tasche hatte, gingen die Eltern wieder nach Deutschland zurück. Sie kamen zunächst bei Verwandten in Schleswig-Holstein unter. Doch Helds südafrikanisches Abitur wurde in Deutschland nicht anerkannt. Da er fließend Englisch, Deutsch und Afrikaans sprach, absolvierte er in Hamburg eine Ausbildung zum Kellner, um später eventuell im 
Hotelfach unterzukommen. Sein Vater hatte mittlerweile in der Nähe von Ulm Arbeit gefunden und Rolf Held ging nach seiner Ausbildung zu den Eltern nach Schwaben.

Schon in Südafrika ging er in die EmK, weil ihn die englischen Gottesdienste dort eher ansprachen als die deutschen bei den Lutheranern. Auch in Hamburg war er in der christlichen 
Jugendarbeit tätig. In Schwaben lernte Rolf Held die theologische Hochschule Reutlingen kennen. Dort hatte er mit seinem Abitur und einer abgeschlossenen Berufsausbildung die Möglichkeit zu studieren. Davor absolvierte Held zunächst ein Jahrespraktikum in der methodistischen Gemeinde in Heilbronn.

Seit 1985 ist Rolf Held Pastor in der EmK. Bisherige Stationen waren in Leonberg, Leinfelden-Echterdingen, Langenau, Ansbach in Mittelfranken und Albstadt-Ebingen auf der Schwäbischen Alb. Dort war er in den vergangenen zwölf Jahren.

von Anita Ruprecht

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