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Linie 30 soll bis Krumbach führen und Anbindung erhalten

Bürgerversammlung Linie 30 soll bis Krumbach führen und Anbindung erhalten

Um auch eine zukünftige ausreichende Busanbindung nach Gießen zu gewährleisten, entwickelte Kirchvers Ortsvorsteher Markus Hemberger eine Alternativlösung.

Kirchvers.. Neben den Defiziten der Dorfgemeinschaftshäuser stand am Montagabend bei der Bürgerversammlung in Kirchvers die Busverbindung nach Gießen auf der Tagesordnung. Ortsvorsteher Markus Hemberger berichtete, dass die Linie 419, die die südlichen Ortsteile Lohras mit Biebertal und Gießen verbindet, zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 deutlich eingeschränkt werde.

Der neue Verkehrsplan des Kreises Gießen sehe lediglich noch eine Verbindung morgens nach Gießen und eine weitere gegen 13 Uhr von Gießen zurück nach Kirchvers vor. Ansonsten solle auf ein Anrufsammeltaxi-System umgestellt werden. Diese Umstellung auf Anrufsammeltaxi sei für die Gemeinde eine gravierende Verschlechterung und Qualitätsminderung und so nicht hinnehmbar, verdeutlichte Hemberger.

Als im Jahre 2001 im Zuge der Regionalisierung des Nahverkehrs in Hessen die Linie 420 an der Kreisgrenze gekappt werden sollte, da der Nahverkehrsverband in Gießen kein Interesse hatte, diesen kreisübergreifenden Verkehr aufrechtzuerhalten, habe eine Unterschriftaktion mit knapp 700 Signaturen dafür gesorgt, dass die Verbindung nach Gießen über die Linie 419 aufrechterhalten wurde.

40 Schüler nutzen Verbindung nach Gießen

Nach jetzt elf Jahren, so Hemberger weiter, werde ein zweiter Versuch gestartet, im Zuge der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes in Gießen die Linie 419 über kurz oder lang aufzugeben.

Die vorgeschlagene, dann deutlich eingeschränkte Verbindung nach Gießen sei nicht akzeptabel, da etwa 40 Schüler von Kirchvers täglich nach Gießen fahren. Außerdem würde der Bus auch von Berufspendlern und insbesondere von alten Mitbürgern genutzt, die zum Beispiel in Gießen einkaufen oder sonstige Besorgungen erledigen.

Erst nach Bekanntgabe und Veröffentlichung der Ausschreibung wurde dem RNV der Fahrplanentwurf für die Linie 419 Anfang Februar 2013 übersandt. Die Gemeinde Lohra wurde nicht informiert und der RNV hatte keine Möglichkeit mehr, auf die Gestaltung des Fahrplans der Linie 419 Einfluss zu nehmen.

Der Ortsvorsteher fordert, die Linie 419 in vollem Umfang zu erhalten und gegebenenfalls prüfen zu lassen, in wie weit die erfolgte Ausschreibung rechtsgültig ist, da der RNV und die Gemeinde Lohra zum Fahr­planentwurf nicht angehört worden seien.

Außerdem sei zu prüfen, ob es alternative Lösungen gebe, die südlichen Ortsteile von Lohra an die Linie 420 nach Gießen anzubinden. Hierbei könnte eine Verlängerung der Linie 30 des RNV nach Krumbach mit Umsteigemöglichkeit in die Linie 420 nach Gießen erfolgen. Hinter diese Forderung habe sich auch die Gemeindevertretung einstimmig gestellt.

Am 22. April Gespräch mit Kreisbeigeordneten

Am 22. April findet ein Gespräch statt, an dem die Beteiligten mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Karsten McGovern eine Lösung finden wollen. Hemberger will das Ergebnis der Gesprächsrunde abwarten, um dann zu entscheiden, was gegebenenfalls unternommen werden soll.

Eine Bürgerin schlug eine Unterschriftenaktion zu dieser Thematik vor. Eine andere Bürgerin hatte augenzwinkernd die Lösung parat, eine Schule vor Ort einzurichten, um dann die Buslinie ersatzlos streichen zu können.

von Klaus Peter

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