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Lateinamerikanische Kirschenstadt

Tanzgala Lateinamerikanische Kirschenstadt

Den Tanzprofis zusehen, um es ihnen im nächsten Moment nacheifern zu können - mit diesem Rezept begeistert die Gladenbacher Tanzgala seit Jahrzehnten - auch an diesem Samstagabend.

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Zum Sieg trägt Evgeny Vinokurov seine Partnerin Christina Luft. Fotos: Florian Gaertner

Quelle: Florian Gaertner

Gladenbach. Anmut, Leidenschaft, Harmonie und eine ordentliche Portion Erotik, sprich die perfekte Kommunikation zwischen einem Tanzpaar - tritt diese zutage, knistert die Luft. Das tat sie am Samstagabend im Gladenbacher Haus des Gastes. Die rund 400 Besucherinnen und Besucher erlebten eine Veranstaltung der Sonderklasse. Ausgerichtet wurde diese von der Tanzsportgemeinschaft Marburg, als Veranstalter zeichnete sich die Stadtmarketing-Energie-Bäder Gladenbach aus.

„Diese Veranstaltung ist ein besonderes Glanzstück für Gladenbach und auch die Region“, betonte Bürgermeister Peter Kremer. Er begrüßte viele Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft und wünschte sich zum Abschluss seiner Ansprache, dass Gladenbach trotz Schutzschirm auch zukünftig diese Gala werde ausrichten können.

Antonia Petritzkis / Illya Korovay (TSC Rot-Gold-Casino Nuernberg e.V.). Foto: Florian Gaertner

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Diese gibt es mit einer Unterbrechung mittlerweile seit 35 Jahren, in der Hauptklasse S-Latein wurde der Tanzwettstreit am Samstag aber erst zum 23. Mal ausgelobt. Neun Paare stellte Turnierleiter Dr. Kai Maaß vor. Er erklärte, dass die Sonderklasse (S-Klasse) die höchste Amateurtanzsportklasse sei. Diese „Liga“ erfordere tägliches, hartes Training, so Maaß.

Angereist waren die Paare aus München, Saarbrücken, Nürnberg oder Aachen. Die meisten wetteiferten nicht zum ersten Mal um den Kirschenpokal. Ihre Aufgabe war es, den fünf lateinamerikanischen Tänzen - Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba, Paso Doble und Jive - getanztes Gefühl zu verleihen.

Selber Tanzen im Anschluss

Im Einklang zur glitzernden Ausschmückung des Saals waren die Kostüme der Akteure ein Blickfang. Die schönen Erscheinungen zeigten dann, was in ihnen steckt. Die tänzerische Kommunikation zwischen den Partnern fesselte die Blicke der Zuschauer. Gerade weil nicht der ständige Partnerkontakt gesucht wird, boten die Bewegungen dem Publikum viel Abwechslung und neue Eindrücke.

In der Vorausscheidung waren stets drei Paare auf dem Parkett, sodass die Zuschauer alle Akteure stets gut im Auge hatten. In die Endrunde schafften es sieben Startnummern. Das sei etwas außergewöhnlich, erklärte Maaß. Im Normalfall sind es nur sechs Paare, die am Ende um die Plätze konkurrieren. Sie durften erneut in allen fünf Tänzen die Paarbeziehung auf ihre individuelle, künstlerische Weise thematisieren: beim Paso Doble etwa, indem ein Stierkampf nachvollzogen werde, bei dem die Frau einmal das rote Tuch und dann die Flamencotänzerin darstelle, erklärte Maaß.

Die fünf Wertungsrichter waren sich in diesem Durchgang schnell einig, dass die Startnummern sieben, acht und neun die Favoriten des Abends waren. Die Wertungen waren bei allen fünf Tänzen gleich. Evgeny Vinokurov und Christina Luft von Schwarz-Rot-Wetzlar waren die Gewinner des Abends.

Gekommen waren die vierhundert Gäste aber nicht nur, um dem glanzvollen Wettbewerb beizuwohnen. Auch sie hatten sich in schicke Roben gekleidet, um auf dem Parkett ihre Leidenschaft auszuleben. Dazu gab es reichlich Gelegenheit. Die Kapelle „Play-off“ spielte für sie ebenfalls Tango, Walzer, Jive oder einfach nur einen Foxtrott. Nach der Preisverleihung gehörte die Tanzfläche jedenfalls ganz dem vorherigen Publikum.

von Martina Becker

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