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Landrat-Tour führt in Ex-Kreisstadt

Abschiedsreise Landrat-Tour führt in Ex-Kreisstadt

Landrat Robert Fischbach würdigte während seines Besuchs der Stadt Biedenkopf das ehrenamtliche Engagement der Bürger.

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Landrat Robert Fischbach (liinks) überreichte zum Abschied des Besuches ein Buchgeschenk an Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig, der sich mit einer Info-Mappe über Biedenkopf revanchierte.

Quelle: Foto: Klaus Peter

Biedenkopf. In der Feuerwache in Biedenkopf zog Landrat Robert Fischbach zusammen mit Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig ein Resümee über seinen Besuch in Biedenkopf und in den Stadtteilen. Zur Abschlussbesprechung begrüßte Thiemig auch Mitarbeiter der Kreisverwaltung und der Stadt Biedenkopf sowie die Mitglieder der Feuerwehr Biedenkopf.

Sein Ziel sei es gewesen, so Landrat Robert Fischbach, während einer Legislaturperiode alle Kommunen zu besuchen, um vor Ort Probleme erörtern zu können. Der Besuch habe ihn zum Ende seiner Amtszeit nach Biedenkopf geführt, wo er unter anderem die FKM Sintertechnik Wallau besuchte.

Das Unternehmen sei 1994 von zwei Pionieren gegründet worden, die auf einer angemieteten Fläche von 40 Quadratmetern 500000 Mark in den Ankauf einer Maschine investiert hätten. Heute arbeiten in der Firma, die europaweit agiere, 20 Mitarbeiter. Jetzt sei ein Neubau in Biedenkopf geplant, wobei der Personalstand verdoppelt werden solle.

Beobachten, ob sich Neuregelung bewährt

Der Landrat lobte zudem das bürgerschaftliche Engagement in der Stadt und den Stadtteilen, wobei er die U-3-Betreuung im Rathaus und den Mehrgenerationenplatz in Kombach ansprach. Dies seien bedeutsame Themen, die in Biedenkopf von viel ehrenamtlichem Engagement mitgetragen werden. Der Landrat ging auch auf die Neuregelung des notärztlichen Bereitschaftsdienstes ein und betonte, dass die Bemühungen auf einen Beibehalt der bisherigen Regelung gescheitert seien, da die Kassenärztliche Vereinigung anders entschieden habe. Fischbach schlug vor, dass ein Beirat installiert werde solle, der beobachtet, wie sich die Neuregelung in der Praxis bewähre, wobei er zusicherte, dass darauf geachtet würde, dass die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung gewährleistet sei.

Biedenkopfs Bürgermeister zeigte sich erfreut über den Besuch des Landrats in der ehemaligen Kreisstadt. Es sei ihm wichtig gewesen, das ehrenamtliche Engagement der Bürger herauszustellen, aber auch der Punkt, dass der Landrat Unternehmen in Biedenkopf kennenlerne.

Gespräche mit dem Landrat hätten sich um die Finanzen und das Schloss gedreht, wobei Thiemig betonte, dass Robert Fischbach auch nach seiner 18-jährigen Amtszeit jederzeit in Biedenkopf willkommen sei. Auch Bürgermeister Thiemig zeigte sich enttäuscht über die neue Regelung des notärztlichen Bereitschaftsdienstes, wobei er betonte, dass diese neue Regelung laut der Kassenärztlichen Vereinigung keine Verschlechterung der ärztlichen Versorgung mit sich bringen solle. Dies werde auch von ihm genauestens beobachtet. Ziel müsse es aber auch sein, für die Region niedergelassene Ärzte zu gewinnen.

Mit dem Abschluss in der Feuerwache in Biedenkopf wolle er den Feuerwehrkameraden für ihre Arbeit Respekt zollen. Er kenne die Problematik, genügend Ehrenamtliche für die Feuerwehr zu gewinnen, wobei die Berufsfeuerwehr schon aus finanziellen Gründen keine Alternative sei.

Das Ehrenamt in der freiwilligen Feuerwehr sei ein besonderes, da diese rund um die Uhr bereitstehe, um im Notfall zu helfen.

Thiemig berichtete, dass der Bedarfs- und Entwicklungsplan der Feuerwehr fortgeschrieben worden sei. Neben dem Problem, Finanzmittel für die Anschaffung von Feuerwehrfahrzeugen bereitzustellen, würde es für die Wehren immer schwieriger, Nachwuchs zu bekommen.

Haushaltsmittel für Feuerwehrfahrzeug

Er bescheinigte der Freiwilligen Feuerwehr Biedenkopf, dass diese sehr motiviert und gut ausgebildet sei und es müsse gemeinsam überlegt werden, wie das Thema Nachwuchs angegangen werden soll.

Stadtbrandinspektor Kai-Michael Koch betonte, dass der Bedarfs- und Entwicklungsplan gezeigt habe, dass es bei einzelnen Wehren Probleme in der Tagesbereitschaft gebe. Auch Fahrzeuge müssten in den nächsten Jahren erneuert werden. Für ein 40 Jahre altes Fahrzeug, das noch im Dienst sei, habe die Stadtverordnetenversammlung Haushaltsmittel in den Haushaltsplan 2013 eingestellt.

Zurzeit hätten die Feuerwehren in Biedenkopf 70 Nachwuchsbrandschützer, wobei etwa nur ein Viertel von ihnen in die Einsatzabteilungen wechseln würden.

Kreisbrandinspektor Lars Schäfer wies auf die Wichtigkeit der Feuerwehr Biedenkopf mit ihrer Gefahrenabwehr hin, auch hob er hervor, dass die Feuerwache Biedenkopf als Ausbildungsstandort diene.

von Klaus Peter

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