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Land wertet Kliniken im Hinterland auf

Investitionsprogramm Land wertet Kliniken im Hinterland auf

Aufatmen in Biedenkopf und Bad Endbach: Die Summen aus dem Kommunalinvestitionsprogramm des Landes Hessen werten die beiden Standorte im Hinterland auf und helfen, eine gute 
medizinische Versorgung zu sichern.

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Das Land Hessen unterstützt die Sanierung des DRK-Krankenhauses in Biedenkopf.

Quelle: Archiv

Bad Endbach. Zwölf Millionen Euro sieht das Land Hessen im Kommunalinvestitionsprogramm für zwei Krankenhäuser des Hinterlands vor. Begünstigt werden mit acht Millionen das DRK-Krankenhaus in Biedenkopf und die Hessische Berglandklinik in Bad Endbach mit vier Millionen. Das kündigten Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Gesundheitsminister Stefan Grüttner am Dienstag an.

Die Nachricht rief in Biedenkopf nicht nur wegen des Geldsegens Freude hervor. Vielmehr ist es die Einsicht der Politiker, „dass unser Krankenhaus ein unabdingbarer Notfallstandort ist“, die Vorstandsmitglied Gerhard Hallenberger erfreut. Schließlich, so fügt Willy Welsch, DRK-Kreisvorsitzender und Geschäftsführer des Krankenhauses, hinzu, reiche die Versorgungstiefe des Hauses bis weit in das Wittgensteiner Land hinein.

Man wähnt sich nun zumindest in dieser Hinsicht auf einer Stufe mit den Häusern in Marburg, dem Universitätsklinikum und dem Krankenhaus im Stadtteil Wehrda. Auch wenn den Vorstandsmitgliedern klar ist, dass in Marburg eine Spitzenversorgung geleistet werden kann, so wertet Welsch die Investitionszusage des Landes als Garantie, auch in Zukunft in der Chirurgie, der Intensiv- sowie der Inneren Medizin „eine gute adäquate medizinische Versorgung zu gewährleisten“.

Dazu dienen auch die Investitionen, die mit dem Geld aus dem Landesprogramm getätigt werden sollen. Profitieren sollen die Patienten- und Diagnostikbereiche, die Optimierung der zentralen Notaufnahme sowie die Ausweitung der Intensivstation. „Dort wollen wir erreichen, dass Patienten, die im Rettungswagen nicht adäquat zu versorgen sind, soweit stabilisiert werden, bis sie ins Universitätsklinikum gebracht werden können“, nennt Welsch ein Beispiel.

Die Pläne dazu sind schon in Arbeit und werden bis März fertig sein, allerdings müsse man noch auf den Bescheid warten, um genau zu wissen, welche Vorgaben das Land macht.

Ähnlich ist die Situation in Bad Endbach. „Wir freuen uns, doch noch zum Zuge zu kommen“, sagt Geschäftsführerin Gertraud Koller. Doch da die Hessische Berglandklinik (Archivfoto) weniger Geld erhalte als von der Geschäftsführung beantragt wurde, müssten nun die Pläne angepasst werden.

Dazu wiederum müsse der Zuwendungsbescheid mit den Bedingungen vorliegen. Klar sei, dass das Geld in die Modernisierung des Hauses gesteckt wird und die Realisierung im nächsten Jahr beginnen soll.

Laut Mitteilung der hessischen Ministerien der Finanzen und für Soziales werden mit dem Kommunalinvestitionsprogramm auch Krankenhäuser unterstützt, die Priorität für die Notfallversorgung der Bürger haben oder als Spezialklinik von überregionaler Bedeutung sind.

Dies ist offenbar bei beiden Hinterländer Häusern der Fall. Die Berglandklinik sei als Spezialklinik für Geriatrie für die Versorgung des Landkreises von besonderer Bedeutung, das DRK-Krankenhaus in Biedenkopf ist mit seiner ländlichen Lage als unverzichtbarer Notfallstandort ausgewiesen, dessen Funktionstrakt modernisiert werden muss, heißt es.

Insgesamt stellt das Land 77 Millionen Euro für die Modernisierung von Krankenhäusern zur Verfügung, die durch ein Darlehensprogramm der Infrastrukturbank Hessen mit 30-jähriger Laufzeit finanziert werden.

Das Land übernimmt zwei Drittel, die Krankenhausträger ein Drittel der Tilgung. Zusätzlich übernimmt das Land für die ersten zehn Jahre die Zinsen. Für weitere zehn Jahre besteht die Möglichkeit eines Zinszuschusses von einem Prozentpunkt durch das Land.

von Gianfranco Fain

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