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Läufer schnüren schon ihre Schuhe

Neue Leichtathletikanlagen Läufer schnüren schon ihre Schuhe

Die Turnvereine in Gladenbach und Hartenrod blicken hoffnungsvoll gen Himmel, denn für das Aufbringen des Kunststoffbelags der neuen Leichtathletikanlagen muss es warm und trocken sein.

Gladenbach. Am vergangenen Wochenende haben Arbeitskolonnen des Fachunternehmens Polytan in Gladenbach und Hartenrod die Baustellen eingerichtet. Seit Montag sind sie damit beschäftigt, die Kunststoffschichten auf den Asphaltbelag aufzutragen.

Etwa 15 fleißige Helfer des Turnvereins und des Sportvereins hatten im Vorfeld auf dem Hartenroder Gelände alles für einen reibungslosen Beginn der Facharbeiten vorbereitet.

Markus Pitzer, Präsidiumsmitgliedes des SV Rot-Weiß Hartenrod, freut sich über die Zusage, dass bis zu den Bundesjugendspielen der Mittelpunktschule Hartenrod am 21. Mai die Arbeiten abgeschlossen sein sollen.

Die Fußballer müssen während der finalen Arbeiten an der Leichtathletik-Anlage auf dem Naturrasenplatz trainieren und dort ihre Spiele austragen.

Auch beim Turnverein Gladenbach herrscht Zuversicht, dass die Anlage an der Biedenkopfer Straße in Kürze fertig ist. „Ich denke, dass die Anlage in zwei Wochen genutzt werden kann“, sagt TV-Vorsitzender Michaelo Walter.

Weil das Wetter aber jederzeit die Arbeiten verzögern könnte, hat die Europaschule ihren für Anfang Mai geplanten Sponsorenlauf zugunsten der Partnerschule in Kisomachi (Tansania) auf nächstes Jahr verschoben.

In Gladenbach erhielt die Firma Schmitt – ein Fachunternehmen für Sportstättenbau mit Betriebsstätte in Langgöns – den Zuschlag für den Bau eines Kunstrasenplatzes und die Sanierung und Modernisierung der Leichtathletik­anlage, beides an der Biedenkopfer Straße.

Der Kunstrasenplatz des SC Gladenbach war bereits im Spätsommer fertig. Bei der Leichtathletikanlage gab es wetterbedingte Verzögerungen.

Der Asphaltbelag wird warm eingebaut, das funktioniert nur bei frostfreiem Wetter, von Regen werden diese Arbeiten allerdings nicht beeinträchtigt. Die sogenannte Ausgasung des Asphalts ist – temperaturabhängig – in drei bis vier Tagen abgeschlossen.

Das alles funktionierte im Herbst reibungslos. Was dann aber fehlte, war eine längere Periode ohne Regen.

Denn der Kunststoffeinbau ist sehr stark vom Wetter abhängig. Beim Aufbringen des Haftgrundes, der Basisschicht – sie ist entscheidend für die Dämpfung – und schließlich der zwei Millimeter dicken roten Beschichtung, muss es im wesentlichen trocken sein. Die Schichten müssen miteinander haften.

In Hartenrod gingen die Arbeiten in dieser Woche ebenso gut voran wie in Gladenbach.

Der Aufbau der Kunststoffschichten erfolgt in gleicher Weise, einziger Unterschied: Die obere Schicht – der Belag – wir in einer Stärke von drei Millimetern aufgetragen. Für diesen dickeren und langlebigeren Belag reichte in Gladenbach das Geld nicht aus. Der TV Gladenbach musste sein Projekt mächtig abspecken.

Die Ausschreibungsergebnisse lagen weit über der zwei Jahre zuvor vom Planer vorgelegten Kostenschätzung.

Wäre das Bauvorhaben so umgesetzt worden, wie ursprünglich geplant, dann hätte der Turnverein für die Leichtathletikanlage 50 Prozent mehr berappen müssen.

von Hartmut Berge

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