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Kunst als Weg zur Resozialisierung

Kunst im Knast Kunst als Weg zur Resozialisierung

Im Amtsgericht Biedenkopf informierte sich der hessische FDP-Landtagsabgeordnete Jochen Paulus über die Ausstellung „Kunst im Knast“.

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Während Klaus Ludwig die Bilder an die Wand hängt, informierte (von links) Amtsgerichtsdirektor Mirko Schulte den FDP-Landtagsabgeordneten Jochen Paulus in Biedenkopf über die Ausstellung „Kunst im Knast“. Eingliederungshelfer Hans-Joachim Schröder (hinten) beobachtet die Arbeit von Ludwig.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Biedenkopf. Jedes der rund 20 Porträts, die in der Justizvollzugsanstalt Butzbach in den Jahren 1998 und 1999 entstanden und nun im Amtsgericht Biedenkopf zu sehen sind, erzählt eine Geschichte. Stimmungen und Emotionen werden ausgedrückt. Manchmal Nachdenklichkeit, manchmal Stolz, manchmal etwas Fragendes.

Amtsgerichtsdirektor Mirko Schulte führte den FDP-Landtagsabgeordneten Jochen Paulus aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg, der in Begleitung des Regionalbeauftragten Manuel Fenner am Montag zu Gast war, durch die Flure des Amtsgerichts, wo die Porträts ihren Platz gefunden haben.

Seit 1981 betätigen sich die Gefangenen in Butzbach künstlerisch. „Kunst ist für Gefangene unverzichtbare Auseinandersetzung mit sich selbst, mit anderen, mit Leistung und mit Regeln“, sagte Schulte.

Die gebotene konsequente Anwendung des Strafrechts und ein konsequenter Strafvollzug funktionierten nur, wenn der Entzug der Freiheit keine bloße Verwahrung sei, „sondern während ihrer Dauer ebenso konsequent die Resozialisierung des Gefangenen umgesetzt wird.“ Genau dies fordere das Gesetz, so Schulte, der das seit dem 1. November 2010 geltende hessische Strafvollzugsgesetz positiv hervorhob.

von Björn-Uwe Klein

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