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Kräftezehrender Anstieg auf die "Hardt"

Grenzgang Kräftezehrender Anstieg auf die "Hardt"

Mehr als 300 Wanderer machten sich am Samstagmorgen auf den Weg zur ersten Etappe der Grenzwanderung anlässlich der 725-Jahr-Feier Wallaus.

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Wallau. Allmählich verstummten die Gespräche, während die Wanderer Meter für Meter den kräftezehrenden Aufstieg zur „Hardt“ bewältigen - ein Anstieg ganz im Stile der Buchenauer „Hawald Stern“, aber noch längst nicht der höchste Punkt der ersten Etappe der Wallauer Grenzwanderung. Denn die führte in stetem Auf und Ab - begleitet von einem kurzen, aber kräftigen Schauer - über mehrere stattliche Anhöhen, bis hinauf zum Gipfelkreuz der Puderburg auf 619 Metern und von dort schließlich zum ersehnten Etappenziel, dem Rastplatz „Dreibeiniger Stuhl“ auf dem Didoll. Tatsächlich hatte Ortsvorsteher Thomas Mayerle nicht übertrieben, als er noch vor dem Start betonte: „Die Strecke ist anstrengend und steil!“

Erste Rast der ersten Etappe der Grenzwanderung anlässlich des 725. Dorfjubiläums: An der "Faulen Seite" versorgten Mitarbeiter der Firma Weber die Wanderer mit kühlen Getränken. Foto: Benedikt Bernshausen

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Um 9 Uhr waren die Wanderer, darunter außer Einheimischen auch viele Gäste aus den Nachbardörfern, von der „Spitze“ im Wallauer Zentrum aufgebrochen. Über die Alte Straße bahnte sich die große Menschenmenge vor herrlicher Ortskern-Kulisse ihren Weg in Richtung Bad Laasphe. Schließlich stand die erste Etappe unter dem Motto „Blick ins Wittgensteiner Land“ an. So führte die Route die Grenzwanderer entlang der Ortschaften Niederlaasphe, Puderbach (beide zu Laasphe) und Richstein (zu Berleburg). Heute trennt die Gemarkung auch die Länder Hessen und Nordrhein-Westfalen voneinander.

Unterwegs erinnerten die mächtigen Grenzsteine aus dem 1770er-Jahren an die historischen Nachbarstaaten, die beiden Wittgensteiner Grafschaften - die im 19. Jahrhundert zu Fürstentümern aufstiegen - und der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt. Entlang der zehn Kilometer langen Strecke versorgten Mitarbeiter der Firma Weber die Wanderer an zwei Servicepunkten mit kühlen Getränken, deren Verkaufserlös dem Wallauer Kindergarten gespendet werden soll. Gegen Mittag erreichten die ersten Wanderer den Rastplatz. Und 200 weitere Gäste, die andere Wege oder den Pendelbus zwischen Wallau und Didoll genutzt hatten.

„Das war unsere Traumzahl“, sagte Beate Gerhard, Vorsitzende des Jubiläumsvereins. Ihr Dank galt der Arbeitsgruppe „Wandern“ unter Leitung von Dirk Simmer, die das Konzept der dreiteiligen Grenzwanderung ausgedacht und die Veranstaltung organisiert hatte. Bisher, betonte Gerhard, hätten alle Jubel-Veranstaltungen die Erwartungen übertroffen - so dürfe es weitergehen.

  • Die zweite Etappe findet am 19. Juli unter dem Motto „Auf Schritt und Tritt mit Weifenbach“ statt, die dritte im Herbst.

von Benedikt Bernshausen

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