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Kostendruck beschäftigt Ausschuss

Ausschuss-Sitzung Kostendruck beschäftigt Ausschuss

Die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses der Stadt Gladenbach ­befürworten eine zeitlich begrenzte Reduzierung der Zuschüsse an die ­Jagdgenossenschaften für den Bau von Feld- und Waldwegen.

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Die Stadt Gladenbach will die Zuschüsse an die Jagdgenossenschaften für den Bau von Feld- und Waldwegen reduzieren – vielleicht nur zeitlich befristet.

Quelle: Archivfoto

Gladenbach . Im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses stand am Mittwochabend die Beratung über den Haushaltsplan 2015 der Stadt Gladenbach. Die Eckdaten stellte Bauamtsleiter Ulrich Weber vor. Für die Erhaltung der Stadtstraßen ist ein Betrag von 80000 Euro eingestellt. 2014 lag der Haushaltsansatz bei 110000 Euro, sei aber aufgrund der finanziellen Situation der Stadt im vergangenen Jahr auf 40000 Euro reduziert worden, so berichtete Hauptamtsleiter Matthias Becker gegenüber der OP.

Ulrich Weber (CDU) teilte mit, dass Angebote für Instandhaltungsmaßnahmen verschiedener Stadtstraßen vorlagen. Die Vergabe sei aber aufgeschoben worden, wobei sich Bauamtsleiter und Bürgermeister darüber einig waren, dass dieses notwendige Agieren sicherlich nicht nachhaltig sei. Bürgermeister Peter Kremer stellte fest: „Vieles ist wünschenswert, aber nicht finanzierbar.“

Reinhold Koch (SPD) erkundigte sich nach dem Sachstand der geplanten Renaturierung der Allna. Weber erklärte, dass dieses Projekt zurückgestellt sei, aber in den nächsten Jahren wieder aktuell werde. Der Investitionsplan 2015 sieht Planungskosten für die Salzbödebrücke in Erdhausen von10000 Euro vor. Der Zustand der Brücke sei bedenklich, deshalb müsse etwas passieren, bemerkte Bürgermeister Kremer.

Edmund Zimmermann (Junge Liste/Die Grünen) verwies in diesem Zusammenhang auf den ebenfalls schlechten Zustand der Salzbödebrücke in Mornshausen. Der Planungsauftrag für diese Brücke sei erteilt worden, sagte Weber. Gleichwohl könnten aus finanziellen Gründen nicht beide Projekte zeitgleich umgesetzt werden.

Sehr intensiv wurde die geplante Reduzierung des Zuschusses für Feld- und Waldwegebau durch die Jagdgenossenschaften diskutiert. Der Haushaltsplanentwurf 2015 sieht eine Reduzierung von 30 Prozent auf 20 Prozent Zuschuss bei Baumaßnahmen vor.

Kürzungen "zumutbar"

„Solange wir unter dem Schutzschirm stehen, finde ich eine Kürzung zumutbar, zumal viele andere Leistungen ebenfalls gekürzt wurden und wir jeden Euro benötigen“, resümierte Ullrich. Helmut Brück (FW) sah diese Reduzierung als problematisch an, zumal Feld- und Waldwege zum Teil in einem schlechten Zustand seien.

Auch Ausschussvorsitzender Dirk Ronzheimer (CDU) und Reinhold Koch (SPD) konnten sich mit dieser geplanten Reduzierung nicht anfreunden und verwiesen darauf, dass die ­Jagdgenossenschaften möglicherweise ihr Engagement bei Feld- und Waldwegebau zurückschrauben würden mit der Folge, dass diese Arbeiten dann in die Zuständigkeit der Stadt fallen. Insgesamt sieht das Zahlenwerk für Zuschüsse von Wald- und Wegebau 14000 Euro vor.

Ronzheimer schlug vor, man möge die Reduzierung auf die Zeit begrenzen, in der die Stadt Gladenbach unter dem Schutzschirm stehe und danach wiederum automatisch die Zuschüsse auf 30 Prozent erhöhen. Für diese Verfahrensweise hätten die Jagdgenossen sicherlich Verständnis, sagt Koch.

Einstimmig bei einer Enthaltung wurde dem Haushaltsplan 2015 zugestimmt mit der Vorgabe, dass die Reduzierung der Zuschüsse bei Wald- und Feldwegebau zeitlich begrenzt wird.

Helmut Brück sprach auch die in der Diskussion stehende deutliche Erhöhung von Beförsterungskosten für die Privatwaldbesitzer an, die, sofern diese umgesetzt werden, die Holzwirtschaft für die privaten Waldbauern unattraktiv mache und dies möglicherweise dazu führe, dass Wald verkauft werde.

von Klaus Peter

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