Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Knalleffekt bei Vorschlägen bleibt aus

Kommunalwahl 2016 Knalleffekt bei Vorschlägen bleibt aus

Bei den eingereichten Wahlvorschlägen der Parteien für die Kommunalwahl 2016 sind große Überraschungen ausgeblieben.

Voriger Artikel
Russische Volksweisen erfüllen Martinskirche
Nächster Artikel
Forderung nach Tempolimit

Im Gladenbacher Rathaus übernahm der parteilose Peter Kremer 2014 die Amtsgeschäfte des langjährigen CDU-Bürgermeisters Klaus-Peter Knierim.

Quelle: Benedikt Bernshausen

Hinterland. In den beiden Kommunen Bad Endbach und Lohra treten zwei Bürgerlisten nicht mehr an, die sowohl 2006 als auch 2011 dafür einstanden, dass politisch interessierte Bürger ohne Parteizugehörigkeit in den Gemeindegremien mitarbeiten konnten. In Bad Endbach hat die UBL (Unabhängige Bürgerliste) und in Lohra die FWG (Freie Wählergemeinschaft) auf einen Wahlvorschlag verzichtet.

Beide Bürgerlisten hatten je ein Mandat in den jeweiligen Gremien. Auch in Gladenbach verzichtete die ÜPL (Überparteiliche Liste) auf einen Wahlvorschlag, nachdem sie 2006 ein Mandat erhielt.

Setzt sich der Aufwärtstrend der SPD fort?

In den restlichen dem Hinterland zugeordneten Städten und Gemeinden gab es keine Veränderungen bei den eingereichten Wahlvorschlägen: Jede Partei, die einen Vorschlag eingereicht hat, ist seit Jahren im Parlament vertreten.
In der Stadt Gladenbach hat die CDU 2011 Federn lassen müssen und hat zwei Sitze abgegeben. Den Stimmenzuwachs verzeichneten SPD und die Junge Liste/Bündnis 90/Die Grünen (JL/Grüne).

Die Bürger der Stadt Biedenkopf werden im März ihre Stimme den großen Volksparteien CDU oder SPD geben können oder auch die liberale FDP unterstützen können, die 2006 noch mit zwei Mandaten in der Stadtverordnetenversammlung vertreten war und 2011 davon ein Mandat eingebüßt hat. Es bleibt abzuwarten, ob die SPD ihren Aufwärtstrend beibehalten kann oder zumindest den Status quo von 14 Sitzen halten kann. Die unabhängigen Bürgerlisten BB (Bürgerblock) und UBL (Unabhängige Bürgerliste) hoffen beide sicher auf Stimmenzuwachs. Einer der fünf Sitze kam für die UBL 2011 hinzu.

In der Gemeinde Dautphetal sind wenn nur marginale Veränderungen zu erwarten. Die CDU hatte 2011 einen Sitz an die Freien Wähler abgegeben, aus deren Reihen auch der amtierende Bürgermeister stammt, der 2016 wieder zur Wahl antritt.

Ein Bündnis der Bürgerlisten BGL/FWG tritt wieder gemeinsam in der Gemeinde Angelburg an. Die SPD hatte 2011 von dem Negativtrend bei der CDU profitiert und ein Mandat mehr im Parlament erhalten.

UBL tritt nicht mehr in Bad Endbach an

In der Gemeinde Breidenbach sind die eingereichten Wahlvorschläge seit Jahrzehnten unverändert: CDU, SPD und BL. 2011 hatten die Christdemokraten auch in dieser Gemeinde einen Stimmenverlust zu verzeichnen und gaben zwei Mandate ab: eines an die Sozialdemokraten und eines an die BL.

In Bad Endbach haben CDU, SPD und FWG einen Wahlvorschlag eingereicht. Die Bürgerliste UBL tritt nicht mehr an, nachdem sie bereits während der Legislaturperiode aus dem Parlament quasi verschwunden war.

In Lohra tritt 2016 ebenfalls nur eine Bürgerliste zur Kommunalwahl an: Bürgerliste für Bürgernähe (BfB). Das Bündnis 90/Die Grünen ist 2011 mit vier Sitzen ins Parlament eingezogen. Für 2016 ist zu erwarten, dass die Umweltpartei aufgrund der damaligen Grundstimmung erneut im Parlament vertreten sein wird.

In Steffenberg hat die Bürgerliste für Steffenberg (BLS) 2011 mit zehn Mandaten mehr Sitze geholt als die großen Volksparteien CDU und SPD. Möglicherweise kann dieser Trend noch ausgebaut werden.

von Silke Pfeifer-Sternke

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr