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„Klein anfangen, ausprobieren, erweitern“

Gesprächsforum entwickelt Veranstaltungsideen „Klein anfangen, ausprobieren, erweitern“

Kreative Veranstaltungsvorschläge sammelte der Gladenbacher Ortsbeirat am Mittwochabend, um den kulturell noch verwaisten „Platz am Alten Amtshaus“ mit Leben zu füllen.

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Im vergangenen Jahr bekam der „Platz am Alten Amtshaus“ seinen Namen, nun wollen Bürgermeister Peter Kremer (links) und der Ortsbeirat um Hans-Bernhard Schwarz ihm einige kulturelle Veranstaltungen in die Wiege legen.

Quelle: Gianfranco Fain

Gladenbach. „Wir müssen etwas ausprobieren“, darin waren sich die 13 Teilnehmenden der Gesprächsrunde an diesem Abend einig. Gladenbachs Ortsvorsteher Hans-Bernhard Schwarz hatte in die Leinweber-Stube ins Haus des Gastes eingeladen, um nach dem ersten Bürgerforum im Januar weitere Ideen für Veranstaltungen auf der „Innenstadtinsel“ zu sammeln.

Dabei sollen jedoch keine Termine vom Marktplatz verlegt, sondern etwas gänzlich Neues geschaffen werden. „Wir möchten etwas anderes anbieten als das, was wir schon haben“, sagte Schwarz. Dabei gelte es, klein anzufangen und das Angebot bei positiver Resonanz zu erweitern. „Das Letzte, was wir schaffen wollen, ist Konkurrenz.“ Vermieden werden sollen somit auch zeitliche Kollisionen.

Gespräche mit Winzern stehen noch aus

Der Ortsvorsteher hatte insbesondere die heimischen Vereine gebeten, sich mit Vorschlägen am Forum zu beteiligen. Den Anfang machte jedoch Bürgermeister Peter Kremer und stellte den Anwesenden kurz die Idee eines Weindorfes auf dem „Platz am Alten Amtshaus“ vor. Zeitlich in der Kirschenmarktwoche angesiedelt, würden einige Winzer und Budenbetreiber mit verschiedenen Ständen einen weiteren Anziehungspunkt abseits der „Fressgasse“ bilden.

Die Entfernung vom Zentrum des Trubels könnte dabei von Vor- und Nachteil sein: Mit der etwas ruhigeren Atmosphäre würde man ein anderes Publikum ansprechen, für die Winzer könnte die abseits liegende Lage jedoch abschreckend sein. Mit interessierten Winzern müsse man sich aber noch verständigen. „Jedenfalls ist die Idee noch nicht vollständig verworfen“, betonte Gladenbachs Rathauschef.

Diese Veranstaltung könne, müsse aber auch nicht parallel zum Kirschenmarkt laufen. So hieß es aus dem Plenum, dass ein Weindorf auch gut zum Kürbismarkt Ende September passe. Darüber hinaus falle in diese Tage auch die „Faire Woche“, die der Weltladen bereits im vergangenen Jahr auf dem „Platz am Alten Amtshaus“ organisierte und somit eine gemeinsame Veranstaltung nahelege.

Public Viewing auf der „Innenstadtinsel“

Anklang fand auch die Anregung, in der Kirschenmarktwoche anstatt des Weindorfes eine historische Version von Gladenbachs größtem Fest im neuen Ortskern zu organisieren. Nach Vorbild der „Oidn Wiesn“ des Münchner Oktoberfests könnten einige auf alt gemachte Attraktionen eine Alternative zum „normalen“ Fest bieten.

Hans-Bernhard Schwarz warf anschließend den Gedanken eines Public Viewings auf der „Innenstadtinsel“ ein, das bereits im Mai debütieren könnte. An mehreren Wochenenden im Jahr könnten auf einer großen Leinwand Filme gezeigt werden, die sehr viele Menschen ansprächen. Die leicht schiefe Fläche des Platzes biete dem Publikum wie in einem Amphitheater eine gute Sicht auf die Leinwand, aber auch auf mögliche Aufführungen von Theatergruppen.

Dazu könnten ansässige Vereine das zugehörige Rahmenprogramm des Abends liefern und thematisch passende Stände das Angebot komplettieren. Für die erste Filmvorführung komme zum Beispiel das letzte Maiwochenende in Betracht. Schwarz habe dafür auch schon einen Film im Kopf, der „einen starken Bezug zu Gladenbach“ habe.

Ein weiterer Vorschlag an diesem Abend war die Idee, einen Weihnachtsmarkt an den „Platz am Alten Amtshaus“ zu binden. Denkbar wäre laut Schwarz hier eine Verständigung mit den drei Initiatoren des letztjährigen Weihnachtsmarktes, der erstmals in der Marktstraße stattfand.

Noch dazu sprachen die Anwesenden der Gesprächsrunde möglich 
stattfindende Früh- und Dämmerschoppen an und verständigten sich nach etwas mehr als einer Stunde auf eine Weiterentwicklung der gesammelten Ideen.

von Joshua Müller

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