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Kita-Bau in Holzhausen verzögert sich

Kinderbetreuung Kita-Bau in Holzhausen verzögert sich

Während die neue Kinderkrippe im Bürgerhaus Holzhausen erst Mitte Februar fertig wird, ist der Bau des Familienzentrums an der Dautphetalschule im Zeit- und Kostenrahmen und der Anbau an den Kindergarten in Morsnhausen fertig.

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Das Gebäude für das neue Familienzentrum nimmt deutliche Formen an. Der Bau grenzt unmittelbar an die Dautphetalschule in
Friedensdorf an.

Quelle: Benedikt Bernshausen

Dautphe. Sechs Anfragen der CDU- und FWG-Fraktionen stehen auf der Tagesordnung der nächsten Gemeindevertretersitzung, eine davon befasst sich mit dem im Bau befindlichen Familienzentrum. Werden die geplanten Kosten für den Bau sowie die Außenanlagen und den Ausbau der Straße zum Zentrum eingehalten oder müsse weiteres Geld bereitgestellt werden?, lauten die Fragen, von denen einige schon seit dem Antragseingang Anfang September an anderen Stellen beantwortet sind.

Zum einen steht auf der Tagesordnung der Sitzung am 13. Oktober die „Restfinanzierung des Projekts Außenanlage zum Familienzentrum an der Dautphetalschule“. Laut Vorlage soll die Gemeindevertretung einer überplanmäßigen Ausgabe in Höhe von 274000 Euro zustimmen. Die gesamten kalkulierten Kosten betragen nun 394000 Euro, wobei für die Außenanlagen in diesem Jahr schon eine Anlaufrate im Haushalt vorgesehen ist. Man habe schon mit Kosten in dieser Höhe gerechnet, erklärt dazu Fachbereichsleiter Hermann Henkel, allerdings war die Restfinanzierung erst fürs nächste Jahr vorgesehen. Doch im Zuge des Baufortschritts hätte sich gezeigt, dass es sinnvoll sei, die Anlagen noch in diesem Jahr fertigzustellen.

Mehrausgaben sind gedeckt

Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Zufahrtsstraße - über den Lehrerparkplatz - samt Wendehammer auf 164000 Euro. Eintausend Euro mehr sind für die Zufahrt zum Haupteingang mit Parkplätzen sowie die Gestaltung der Spielflächen für die drei Gruppen kalkuliert. Für die Lieferung und Montage der Außenspielgeräte samt kleinem Gerätehaus fallen weitere 65000 Euro an.

Die Deckung der Mehrausgaben sind laut Vorlage durch einen Investitionszuschuss des Landkreises für die Zufahrtsstraße in Höhe von 68000 Euro sowie Mehreinnahmen - einem Landeszuschuss für die beiden Linksabbiegespuren an der L 3042 sowie dem Verkauf von Baugrundstücken - gedeckt.

Wann die Kinderkrippen im Familienzentrum mit Leben gefüllt werden, ist ebenfalls eine spannende Frage, hängt davon doch die Zuschussgewährung des Landes Hessen ab. Angestrebt wird deshalb, noch in diesem Jahr den Betrieb aufzunehmen.

Das dies wahrscheinlich so eintreten wird, verdeutlichte Uli Seibel, Leiter der Agentur Kita3K, während einer Sitzung des Sozialausschusses. Er sei zuversichtlich, dass das Haus bis Dezember bezugsfertig ist, sagte er den Ausschussmitgliedern. Auch Ralf Mevius geht davon aus, dass das Familienzentrum noch in diesem Jahr eröffnet wird, sagte der Bauamtsleiter auf Nachfrage der OP, ohne ein genaues Datum nennen zu können.

Infoabende für Eltern sind terminiert

Es scheint doch eine „sportliche Herausforderung“ für die Handwerker zu sein, den Termin einzuhalten. Dennoch sind die Verantwortlichen guten Mutes. Seibel konnte Tage nach der Sitzung des Sozialausschusses konkreter werden. Das Familienzentrum werde in der letzten Dezemberwoche eröffnet, sagte er auf OP-Nachfrage, der Normalbetrieb dann Anfang Januar aufgenommen. Für Eltern, die an einem der 24 Plätze für unter Dreijährige interessiert sind, gibt es am 4. November eine Informationsveranstaltung. Ort und Zeitpunkt werden noch bekanntgegeben.

Die beiden Krippengruppen sind im Trakt zur Schule hin untergebracht. Der Gruppenraum in Richtung Dautphe ist für die „Übersiedler“ aus dem Kindergarten Dautphe gedacht. Eine Gruppe wird ins Familienzentrum verlegt. Für die Eltern der Kinder wird es im Oktober einen Infoabend in der Kita Dautphe geben, um eine Übergangsregelung zu präsentieren.

Für zwei Gewerke keine Handwerker gefunden

Während am Familienzentrum alles im Fluss ist, ist die Situation an den anderen Kita-Baustellen anders. In Holzhausen gibt es eine Verzögerung, die zur Eröffnung am 15. Februar führen wird. Von diesem Termin „gehen wir im Moment aus“, sagt Mevius. Grund der Verzögerung ist, dass sich im Zuge einer beschränkten Ausschreibung für zwei Gewerke keine heimischen Handwerker fanden. Erst eine öffentliche Ausschreibung brachte den gewünschten Erfolg. „Aber das hat Zeit gekostet“, erklärt Mevius.

Die Verzögerung sei jedoch dem Zuschussgeber gegenüber begründet worden, der daraufhin eine Verlängerung des Fertigstellungzeitraumes - vorher 31. Dezember - gewährt, es also kein Problem für die Finanzierung gibt.

Während für Holzhausen hinsichtlich der Kosten noch keine endgültigen Aussagen getroffen werden können, ist die Aussage für den Anbau in Mornshausen eindeutig: „Der gesteckte Kostenrahmen wird eingehalten“, sagt Mevius. Der Bau ist fertig, vorige Woche erfolgte die Abnahme durch die zuständigen Behörden.

von Gianfranco Fain

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