Junge Männer aus Gladenbach haben Bock, den traditionsreichen Burschenverein der Kernstadt zu reaktivieren. Untrennbar mit der Kirmes der Burschen ist der Kirmesbock verbunden, der verlost wird, um die Kasse des Vereins zu füllen.
Gladenbach. Im jüngsten Kirschenmarktfestzug erinnerten Gladenbacher an den traditionsreichen Verein. In einer Fußgruppe wurde die Fahne des Vereins vorneweg getragen. Mit dabei war, wie in Gladenbach früher Tradition, ein Kirmesbock, den die beiden Bockführer im Bollerwagen spazieren fuhren. Eskortiert wurde er von weiteren Traditionsfiguren des Burschenvereins. Dieser Bock sollte eigentlich längst den Besitzer wechseln.
Nach alter Sitte wurde er verlost, diesmal von Kirschenköniginn Tammy I. im Festzelt. Aus 2.000 Losen zog sie den Gewinner. Doch der hatte offenbar ebensowenig „Bock“ auf das Tier wie der Besitzer des ersten Ersatzloses. Seit Montag hat der Käufer des zweiten Ersatzloses mit der Nummer 1997 die Chance, den Kirmes-Bock in Besitz zu nehmen.
Melden kann er sich bis zum 2. August bei Heinrich (Henry) Hamann, Telefon 06462/5379. Ungeachtet der Probleme, das lebende Kirmes-Wahrzeichen an den Mann zu bringen, schmieden junge Gladenbacher weiter an den Reaktivierungs-Plänen. Beim Treffen am Mittwoch will Heinrich Hamann die 1909 festgelegten Statuten des Vereins vorstellen.
von Hartmut Berge
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