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Kirchverser wollen Bürgerhaus erhalten

Ortsbeirat Kirchverser wollen Bürgerhaus erhalten

Hauptthema im Ortsbeirat war die Zukunft des Kirchverser Dorfgemeinschaftshauses. 30 Zuhörer wollten die Informationen aus "erster Hand".

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Die Fotoausstellung „Kirchvers im Wandel der Zeit“ dokumentierte 2012 die Entwicklung des Dorfgemeinschaftshauses, das ehemals die Schule war.Archivfoto

Kirchvers. Das Kirchverser Dorfgemeinschaftshaus (DGH) war die ehemalige Schule, die 1981 zum DGH umgebaut wurde. Das Kirchverser Haus hat mit knapp 30 Prozent wöchentlich die zweithöchste Ausnutzung aller DGHs in der Großgemeinde nach dem Lohraer Haus. An fünf Tagen in der Woche nutzen die verschiedenen Abteilungen des Sportvereins und der Gesangverein das Haus.

Der Kirchverser Ortsbeirat beschloss deshalb einen Antrag an die Gemeindevertretung Lohra zu stellen, mit dem Tenor das DGH zu erhalten. Vorstandsvertreter von Vereinen unter den Gästen signalisierten, dass sie sich zukünftig aktiver an den Pflegearbeiten in und rund um das DGH beteiligen wollen. Die Vereine sollen zukünftig für die Nutzung der DGHs zahlen, sagte Bürgermeister Georg Gaul, dies sei Vorgabe von Landrätin Kerstin Fründt. Außerdem stellte der Bürgermeister klar, dass die Gemeinde grundsätzlich alle DGHs versuchen wolle zu vermarkten, und dazu zähle auch das Haus in Lohra.

„Wenn erst die Dorfgemeinschaftshäuser geschlossen sind, dann kann das dörfliche Vereinsleben in der derzeitigen Form nicht mehr stattfinden und unsere Dörfer werden wesentlich unattraktiver“, sagte Ortsbeiratsmitglied Dunja Oestreich. Sie plädierte dafür, dass zumindest die gut genutzten Häuser in den größeren Lohraer Ortsteilen erhalten bleiben. „Ohne das DGH wären wir mit unseren 13 Abteilungen im Sportverein aufgeschmissen“, sagten auch Ute Jung und Maria Laucht vom Sportvereinsvorstand übereinstimmend.

Ortsbeiratsmitglied Heinz Werner Weimer wies auf das Defizit von 400000 Euro hin, das die zehn DGHs der Gemeinde verursachen. „Davon müssen wir runterkommen“, sagte er und fügte hinzu: „Wenn wir erst unter der finanziellen Verwaltung der Kommunalaufsicht stehen, können wir gar nichts mehr selbst entscheiden.“ Weder der Bürgermeister, noch der Gemeindevorstand hätte das Sagen, einzig die Gemeindevertretung würde über den Erhalt oder die Vermarktung der Häuser entscheiden, betonte Weimer.

Ortsvorsteher Markus Hemberger freute sich, dass so viele Gäste an der Ortsbeiratssitzung teilnahmen. Dies zeige, wie wichtig den Kirchversern ihr Dorfgemeinschaftshaus sei.

Der Ortsvorsteher sucht noch junge Eltern, die bereit sind, Spielplatzgeräte zu streichen und kleinere Renovierungsarbeiten auf dem Spielplatz vorzunehmen.

In der Vergangenheit hatte sich eine Elterninitiative Kinderspielplatz Kirchvers darum gekümmert, deren Kinder sind allerdings mittlerweile groß. Unter den Zuhören fanden sich Freiwillige, die die Aufgabe übernehmen wollen.

von Anita Ruprecht

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