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Kirchverser Vereine winken beim Thema Übernahme ab

Dorfgemeinschaftshäuser Kirchverser Vereine winken beim Thema Übernahme ab

Der Sportverein hat kein Interesse und die Trägervereine sind mit der Betreuung der Schutzhütte und des Waldschwimmbads ausgelastet.

Kirchvers. Hans-Wilhelm Kisch stellte am Mittwochabend im Kirchverser Ortsbeirat das Konzept zur Übernahme des Dorfgemeinschaftshauses durch die Dorfgemeinschaft vor, das er mit Hermann Schorge erarbeitet hat (die OP berichtete).

Das Kirchverser Haus sei eines der am meisten frequentierten Dorfgemeinschaftshäuser der Großgemeinde Lohra und deshalb sehe er keinen Diskussionsbedarf über die Schließung des Hauses, erklärte Ortsbeiratsmitglied Heinz Werner Weimer zur Ausgangslage der Diskussion um die Nutzungs- und Kostenentwicklung der Gemeinschaftshäuser innerhalb der Gemeinde.

Auslastung von 28 Prozent

Das Kirchverser Haus sei zu 28 Prozent ausgelastet, wobei die Turnabteilung des Sportvereins mit seinen verschiedenen Gruppen der größte Nutzer sei, sagte Ortsvorsteher Markus Hemberger.

Der Sportverein habe allerdings kein Interesse an der Übernahme des Hauses, das habe er schon mit Vereinsvertretern abgeklärt, ergänzte der Ortsvorsteher.

Hemberger verwies auf den sozialen Aspekt, die die Dorfgemeinschaftshäuser haben. Die lebenswerte Gestaltung der Dörfer sei eine Aufgabe der Gemeinde und man dürfe nicht nur die wirtschaftliche Seite sehen.

Die Unterhaltung von Dorfgemeinschaftshäusern seien freiwillige Leistungen der Gemeinden, sagte Kisch. Bei weiterhin stark defizitären Haushalten der Gemeinden befürchtet Kisch, dass die Kommunalaufsicht in naher Zukunft aus rein wirtschaftlichen Erwägungen Häuser schließen werde. „Wir haben 40 Jahre lang nichts getan, jetzt sollten wir den Mut haben, über neue Wege nachzudenken“, beendete Kisch seinen Vortrag.

Kirchverser Vereine betrieben schon die Schutzhütte sowie das Waldschwimmbad in Eigenregie und seien aktiv bei der Pflege von öffentlichen Anlagen, sagte Hemberger. Die Ortsbeiratsmitglieder sehen derzeit keinen Weg, das Dorfgemeinschaftshaus durch einen bestehenden oder neu zu gründenden Verein zu unterhalten, war die einhellige Meinung der Ortsbeiratsmitglieder.

von Anita Ruprecht

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