Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Kirchenvorstand stellt sich der Kritik

Umzug des Pfarrbüros Kirchenvorstand stellt sich der Kritik

Weil das Pfarrbüro verlegt werden soll, gab es in ­Hartenrod Unmut und ­eine Unterschriftenaktion. Am 29. Januar sollen in ­einer Gemeindeversammlung die Gründe für den Umzug erläutert werden.

Voriger Artikel
Entsorger laviert noch im Ungewissen
Nächster Artikel
Mitglieder suchen Wege zur Sicherung der Zukunft des Vereins

Bisher ist das Büro im Pfarrhaus Hartenrod unter­gebracht. Nicht mehr zeitgemäß, sagt dazu der Kirchenvorstand der Gemeinde. Er will für das Büro anderswo Räume anmieten – 
für 300 Euro im Monat. Kritiker finden das zu teuer und halten den Umzug für unnötig.

Quelle: Christian Röder

Hartenrod. Der Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde Hartenrod hat entschieden, dass das Pfarrbüro nicht mehr im Pfarrhaus in der Straße „Am Kastengarten 4“ seinen Standort haben soll, sondern dass es in die Dorfmitte verlegt werden soll.

Mit dem Umzug fallen Mietkosten an. Burckhard Riehl, einer der Gegner dieses Vorhabens, beziffert die Miete auf 300 Euro. Er ist mit der Verlegung des Pfarramtes und den sich daraus ergebenden Kosten nicht einverstanden, weil er diese für unnötig hält. Riehl ist überzeugt davon, dass das Pfarrbüro im Pfarrhaus bestens untergebracht ist.

Letzteres stimme so nicht, gibt Klaus Kordesch, der zuständig ist für die Öffentlichkeitsarbeit der Dekanate Biedenkopf und Gladenbach, zu bedenken. Bei dem jetzigen Pfarrbüro handele es sich um ein Durchgangszimmer im Pfarrhaus. Dieser Umstand mindere die Attraktivität des Pfarrhauses bei der Suche zur Nachbesetzung der Pfarrstelle.

Heutige Bewerber 
wünschen mehr Privatsphäre

Es sei ohnehin nicht ganz einfach, Theologen-Nachwuchs ins Hinterland zu bekommen beziehungsweise Seelsorger für die Vorzüge der hiesigen Gemeinden zu begeistern, ergänzt er. Heute sei nicht mehr zeitgemäß, dass die Privatsphäre der künftigen Bewohner durch das Pfarrbüro gestört wird.

Potenzielle Bewerber würden von ­dieser Tatsache abgeschreckt, sagt Klaus Kordesch. Das Objekt, das stattdessen angemietet werden soll, ist gut 60 Quadratmeter groß, verfügt über eine Gäste-Toilette und Abstellmöglichkeiten, um das Archiv auch dort und nicht in einem Kellerraum unterzubringen.

Zudem gebe es Parkmöglichkeiten direkt vor dem Gebäude, es liegt mitten im Ort, ist ebenerdig und gut erreichbar. Als ehemaliges Versicherungsbüro verfüge es auch über notwendige IT-Anschlüsse, erklärte Kordesch.

Der Mietpreis liege unter der ortsüblichen Miete, erläutert Kirchenvorstandsmitglied Heinz Althaus. Er weiß wohl um die im Ort kursierenden Gerüchte, dass der Umzug mit einem nach Riehls Worten „Geschmäckle“ versehen ist. Grund für den Unmut ist, dass sich das Mietobjekt im Elternhaus der jetzigen Kirchenvorstandsvorsitzenden Christine Breidenstein befindet.

Nachfoiger soll möglichst schnell gefunden werden

Zum Thema „Geschmäckle“ wiegelt Althaus ab. Der Umzug begründet sich ausschließlich auf der Tatsache, möglichst schnell wieder einen Nachfolger für die vakante Stelle in der Kirchengemeinde zu finden. Derzeit habe der Kirchenvorstand große Mühen, dafür zu sorgen, dass ein Stellvertreter die Gottesdienste hält sowie bei Beerdigungen und Taufen in Hartenrod Dienst tut.

Weil aber auch eine Unterschriftenliste gegen den Umzug des Pfarrbüros im Ort kursiert, hat sich der Kirchenvorstand entschlossen, in einer Gemeindeversammlung über die Erfordernisse des Umzugs zu informieren.

Althaus hat bereits bei 
der Christbaum-Einsammelaktion weitgehend an den Haustüren über die Gründe des Umzugs aufgeklärt. Er hält es dennoch für wichtig, noch mehr Hartenroder zu erreichen und über den Tatbestand zu informieren. Am Freitag, 29. Januar, steht der Kirchenvorstand ab 19 Uhr im Gemeindehaus deshalb zur Sache Rede und Antwort.

von Silke Pfeifer-Sternke

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr