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Kirche öffnet Türen für Gemeinde

Festgottesdienst Kirche öffnet Türen für Gemeinde

Mit einem Festgottesdienst feierte die Mornshäuser Kirchengemeinde das Sanierungsende des Gotteshauses und den Advent.

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Der Chorraum der Kirche war voll, als alle Chöre gemeinsam zum Abschluss des Festgottesdiensts den Choral „Großer Gott wir loben Dich“ anstimmten.Foto: Anita Ruprecht

Mornshausen/S. . Nach einer umfangreichen Außensanierung wurde die Mornshäuser Kirche kürzlich mit einem Festgottesdienst wieder mit Leben gefüllt.Hilde Becker an der Orgel, Männer-, Frauen- und gemischter Chor des Gesangvereins Mornshausen sowie der Kirchenchor gestalteten den Gottesdienst musikalisch. Die Kirche war von Mai bis Dezember geschlossen gewesen. Während dieser Zeit fanden die Gottesdienste im evangelischen Gemeindehaus statt.

Grund zum Feiern gab es für die Gemeinde genug: Pfarrer Thomas Schmidt wies darauf hin, dass am 1. Advent 1952, also vor 60 Jahren, die Kirche eingeweiht wurde. Das jährliche Adventskonzert wurde in den Festgottesdienst integriert und der Gemeindeadventsnachmittag fand nach dem Gottesdienst im Gemeindehaus statt.

Die Geschichte der Sanierung begann im Januar 2007 nach dem Orkan „Kyrill“. Schieferplatten waren von der Kirche herunter geweht worden, und bei den folgenden Ausbesserungsarbeiten stellten die Dachdecker fest, dass das Dach dringend sanierungsbedürftig ist. Der Schiefer zerbröselte, die Isolierung war marode und der Kanal unter der Kirche musste erneuert werden.

Ein Sanierungskonzept wurde angefertigt, und 2009 wurde in einer ersten Bauphase der Kanal saniert.

Der Beginn des zweiten Bauabschnitts zog sich bis zum vergangenen Frühjahr hin, weil zunächst das nötige Geld fehlte, sagte Pfarrer Schmidt. Architekt Franziskus Hartmann übernahm die Bauleitung und erläuterte im Gottesdienst die Schritte der Bauausführung.

„Mornshausen hatte wohl den einzigen Glockenturm im Hinterland, der gedämmt war“, sagte Hartmann mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Der Glockenturm war wie das Tonnengewölbe des Kirchenschiffs mit Glaswolle gedämmt.

Die alte Glaswolle habe man entfernt, und das Gewölbe mit einer modernen und wesentlich effektiveren Dämmung versehen, erläuterte Hartmann. Die sichtbar im Innenraum der Kirche angebrachten Stahlseile mussten überprüft und stellenweise ausgebessert werden.

Auch die statischen Verankerungen wurden überprüft, die Risse ausgebessert und Chorraum sowie Außenfassade neu gestrichen.

Die Befürchtung, tragende Balken müssten ausgetauscht werden, hatte sich nicht bewahrheitet, denn dann hätten die veranschlagten 375000 Euro nicht ausgereicht. 69000 Euro davon musste die Kirchengemeinde aus Eigenmitteln aufbringen.

Eine Sanierung des Innenraums sei derzeit aus finanziellen Gründen nicht möglich, erklärte Pfarrer Schmidt.

von Anita Ruprecht

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