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Kinder setzen „Bestimmerhut“ auf

Gewerbeverein Gladenbach Kinder setzen „Bestimmerhut“ auf

Am 6. Juni haben die ­Kinder den Hut auf und dürfen bestimmen, angelehnt an die bundesweite Aktion des Verbandes der Spielwarenindustrie, welche Aktionen in Gladenbach stattfinden sollen.

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Der Gewerbeverein Gladenbach will für den Kindertag auf Ideen des Nachwuchses zurückgreifen.

Quelle: Daniel Karmann, Silke Pfeifer-Sternke

Gladenbach. Der international gefeierte Kindertag ist ein ganz spezieller Tag für den Nachwuchs und macht auf ihre Rechte aufmerksam. Die Idee dazu reicht in die 1920er-Jahre zurück. Das Thema in diesem Jahr lautet „Alles was du willst“. Es soll auch beim Kindertag des Gladenbacher Gewerbevereins seinen Niederschlag finden.

Am 1. Juni haben die Kinder den Bestimmerhut auf. Der aus Papier in wenigen Handgriffen gebastelte Hut (eine Bastelanleitung ist im Internet auf www.kindertag.net zu finden) steht dafür, dass die Kinder an diesem Tag das Zepter in die Hand nehmen. Im Hinterland können sie fünf Tage später den Bestimmerhut wieder aufsetzen. Der Bestimmerhut sei symbolisch zu verstehen: wie die Rose zum Valentinstag oder der Christbaum an Weihnachten, erklärte Mitglied Stefan Hunkel.

Der Gewerbeverein will in der nächsten Zeit eine Umfrage unter den Kindern starten, was sie gerne am 6. Juni als Aktion in den Geschäften machen möchten. Hunkel rechnet damit, dass auf diese Weise mindestens 10 bis 15 Themenanregungen gefunden werden, die von den Mitgliedsfirmen problemlos umgesetzt werden können. Die Kinder, deren Ideen aufgegriffen werden, könnten dann auch als Pate hinter ihrer Idee stehen. Eine Anregung der Kinder könnte zum Beispiel sein, dass am Gladenbacher Kindertag in einem der teilnehmenden Geschäfte eine Seifenkiste gebaut wird.

Flugblätter zur Autoausstellung

„Das Thema muss jetzt angegangen werden“, sagte der Vorsitzende Axel Baum. Beim sechsten Kindertag werden die Geschäfte ihre Türen um 9 Uhr öffnen und dem jungen Publikum soll ein besonderer Tag geboten werden, der möglichst lange im Gedächtnis bleibt.

Zur Automobilausstellung sollten möglichst schon Flugblätter verteilt werden, um Familien frühzeitig über den Aktionstag zu informieren. Handzettel zur Idee mit dem Bestimmerhut sollen über die Geschäfte verteilt werden. Der Vorstand des Gewerbevereins will sich mit Nachdruck darum bemühen, die Aktion in gewohnter Weise als Publikumsmagneten zu implementieren.

Im vergangenen Jahr haben sich viele Mitgliedsfirmen an der Aktion des Gewerbevereins beteiligt. Sie sei aufgrund der großen Resonanz mittlerweile aus dem Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken, sagte Baum. Auch der Blumenmarkt wird wieder wie gewohnt stattfinden, allerdings schon am 21. März und nicht wie zuvor geplant am 28. März. Es habe sich gezeigt, dass die Organisatoren mindestens 14 Tage Zeit vor Ostern benötigen, um die Veranstaltung ausrichten zu können.

Blumenmeile gibt es seit 15 Jahren

Zur Aktion wird den Mitgliedsfirmen ein geschmücktes Weidenbäumchen angeboten, das die Kunden an der Eingangstür der Geschäfte auf den Frühling einstimmen und ein ansprechendes Bild in der Innenstadt bieten soll. 31 Bäumchen sind bestellt. Solange die Weidenbäumchen nicht den Kopf hängen lassen, sollen sie vor den Geschäften stehenbleiben können – „von mir aus bis Ende April“, sagte der Vorsitzende Baum.

Die Idee zur Blumenmeile entwickelte der Gewerbeverein vor 15 Jahren. Die erste Aktion fand am 1. April 2000 statt. Im vergangenen Jahr hat der Gewerbeverein 5000 Tütchen mit Samen verteilt und der Marktplatz erstrahlte in einem bunten Meer aus Blumen. Für dieses Jahr wird es erneut Angebote von Direktvermarktern geben, auch der Weidenhäuser Kindergarten ist wieder mit von der Partie ebenso wie die Schul-AG der Europaschule, die ihre eigenen Produkte anbietet.

Auch örtliche Vereine bestreiten bisweilen neue Wege. Das Maieinsingen des Chors „TonArt“, das 2014 zum ersten Mal stattfand und wegen Starkregens ins Wasser zu fallen drohte, wird fortgesetzt. Für den 30. April hoffen die Sängerinnen auf gutes Wetter, sie werden allerdings mit einem Unterstand vorsorgen. Das Angebot des Kindertages ist zwar nicht neu, dafür aber die Idee des Bestimmens der Protagonisten.

von Silke Pfeifer-Sternke

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