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Kinder rodeln, Erwachsene reden

Mehrgenerationenfahrt zur Partnerstadt Tabarz Kinder rodeln, Erwachsene reden

Zum 15. Mal beteiligte sich der Partnerschaftsverein um Michael Willms an der Ferienpassaktion und organisierte eine Mehrgenerationenfahrt nach Tabarz.

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Naomi und Mirjam haben Spaß auf der Sommerrodelbahn.

Quelle: Ingrid Lang

Tabarz. Nach knapp zweieinhalb Stunden Fahrt wurden die Gladenbacher am Fuße des großen Inselsbergs von der Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins Evi Köllner willkommen geheißen.

Mit dem Bus ging es dann zum Fun-Park auf den kleinen Inselsberg. Die Kinder standen Schlange, um anschließend mit dem Schlitten durch den etwa 1000 Meter langen Edelstahlkanal in das Tal zu rodeln. 
Auf der Sommerrodelbahn mit zwölf Steilkurven kann eine 
Geschwindigkeit bis zu 40 
Stundenkilometern erreicht werden. Die rasante Abfahrt dauert zirka drei Minuten.

Nach zwei Fahrten, deren Kosten der Partnerschaftsverein Gladenbach übernahm, ging es nach Tabarz in die KuKuNa (Zentrum für Kur, Kultur und Natur), wo bereits eine Abordnung des Partnerschaftsvereins wartete. Eine Bilderausstellung schmückte den großen Saal, in dem es für die Teilnehmer Thüringer Bratwürste, Melonenstücke, Getränke und Süßigkeiten gab.

Freizeitbad begeistert Kinder

Nach dem Mittagessen ging es für die Ferienpassteilnehmer auf zur nächsten Station: mit ihren Betreuern in das Erlebnisbad „Tabbs“. Der Verein aus Tabarz übernahm den Eintritt für die Ferienpassteilnehmer im Tabbs sowie die Kosten für das Mittagessen.

Die Kinder rutschten im Bad durch die 115 Meter lange Röhrenrutsche, schwammen durch den Strömungskanal, tummelten sich im Whirlpool und dem Spaßbecken. Sogar in das sehr frische und kühle Außenbecken ging es über die kleine Rutsche. Fasziniert waren die Kinder auch von den Wasserfontänen.

Begeistert waren Noah und Silas, die zum ersten Mal dabei waren, und Naomi, die zum zweiten Mal mit in Tabarz war, von dem Angebot im Freizeitbad. Für alle drei steht fest: Im nächsten Jahr sind sie wieder mit dabei. Während sich die Kinder in dem Erlebnisbad mit einer Wasserfläche von 1400 Quadratmetern tummelten, wurde den Gästen aus Gladenbach Kaffee und Kuchen serviert.

Am Nachmittag schaute auch der am 30. November 2014 zum Bürgermeister von Tabarz gewählte David Ortmann in der KuKuNa vorbei. Er berichtete, dass sich Tabarz über die Zertifizierung zum Kneipp-Heilbad freuen kann und erläuterte 
die finanzielle Situation der 
Gemeinde.

100 Kilometer Fernsicht

Um die Schulden zu reduzieren, wurden in der Gemeinde die Gewerbesteuern sowie die Grundsteuern erhöht. Auch der Wohnungsleerstand in der 
Tabarzer Wohnungsbaugesellschaft konnte gestoppt werden. Es wurde renoviert und saniert und eine erste Tendenz für das Miet-Interesse habe sich bereits abgezeichnet.

Zudem wurde der Aussichtsturm auf dem großen Inselsberg umgebaut. Seit Mai 2015 können sich dort im höchstgelegenen Trauzimmer (Standesamt) Heiratswillige das Jawort geben. Von dem 21 Meter hohen Turm kann man bei klarer Wetterlage 
eine gut 100 Kilometer weite Fernsicht bis zum Brocken genießen.

Ortmann berichtete weiter, dass es seit 20 Jahren keine Kinderkrippe in Tabarz mehr gibt. Seit über acht Jahren gehe es schon um einen Kitaneubau. Allerdings habe man sich gegen einen Neubau entschieden, 
dafür werde das Käthe-Kollwitz-Haus saniert und zu einer Kinderkrippe umgebaut.

Bis 2017 sollen so 46 Krippenplätze entstehen. Auch für die Altenbetreuung gibt es zu wenig Plätze. Deshalb soll Abhilfe geschaffen werden, berichtet der Bürgermeister. „Es gibt noch viel zu tun, und das können wir nur gemeinsam schaffen“, betonte Ortmann. Mit den Worten „wir leben hier auf einem gesegneten Fleckchen Erde, das sollte man auch sehen“, beendete Ortmann 
seine Rede.

von Ingrid Lang

Die Abordnung des Partnerschaftsvereins Tabarz und der Bürgermeister David Ortmann (links) 
trafen sich mit den Gladenbacher Gästen. Foto: Ingrid Lang
 
 
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