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„Kiebitze“ verschaffen sich erste Eindrücke

Bienenzuchtverein „Kiebitze“ verschaffen sich erste Eindrücke

Die Probeimker für das Jahr 2010 scharren schon mit den Füßen, aber noch sind wir an der Reihe. Die 18 „Lehrlinge“ des Bienenzuchtvereins Gladenbach und Umgebung stehen in Kürze auf eigenen Füßen.

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Die Mentoren und Lehrmeister der in Sinkershausen aktiven Freitagsgruppe der Probe-Imker, Erhard Franz und Herbert Schmidt (von links), bei der Kontrolle eines Bienenvolkes.

Quelle: Hartmut Berge

Gladenbach. Das „betreute Lernen“ an unseren Bienenvölkern ist so gut wie abgeschlossen. Den letzten Honig haben wir geschleudert. Der Ertrag war erstaunlich gut. Der Schwerpunkt unserer Arbeit ist das Heranziehen und Pflegen gesunder und starker Völker. Die Bedeutung der Bienen als Lieferant von Honig und Wachs spielte für uns „Lehrlinge“ hingegen eine eher untergeordnete Rolle. Gleichwohl haben wir viel gelernt über die Honiggewinnung, die Bedeutung des Wassergehalts – er sollte nicht mehr als 17 Prozent betragen – die Naturbelassenheit des Lebens- und Genussmittels Honig und dessen Bedeutung für die Gesundheit des Menschen.

So gibt es Ärzte, die Pollen-Allergikern die tägliche Gabe von kleinen Honigmengen verordnen, um sie so zu desensibilisieren, also eine Gewöhnung an die allergieauslösenden Stoffe zu erreichen. Das ist freilich nur dann möglich, wenn Honig verwendet wird, der die betreffenden Pollen enthält, am besten aus der Region des betreffenden Allergikers stammt. Importierter Honig, der gefiltert und hoch erhitzt wurde, Letzteres damit er vom Löffel läuft, ist für solche Zwecke freilich nicht geeignet.

Echtem deutschen Honig, der den Qualitätsanforderungen des Deutschen Imkerbundes entspricht, darf nichts entnommen oder hinzugefügt werden. Die Inhibine – ein Inhaltsstoff des Honigs – hemmen das Keimwachstum, durch die hohe Zuckerkonzentration entsteht eine osmotische Wirkung, deshalb wird Honig auch zur Wundbehandlung eingesetzt. Sogar gegen Herpes soll das Naturprodukt helfen. Wir werden mit unserem ersten eigenen Honig wohl eher den Hunger nach Süßem stillen.

von Hartmut Berge

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der gedruckten OP.

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