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Kerzenlicht erhellt das Kirchenschiff

Christmette Kerzenlicht erhellt das Kirchenschiff

Zur vorgerückten Stunde erlebten an Heiligabend mehrere Hundert Besucher die Christmette in der Martinskirche in Dautphe.

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Das Licht der Kerzen erhellt die Besucher der Christmette und die Martinskirche.

Quelle: Jürgen Jacob

Dautphe. Seit mehr als 25 Jahren ist die Christmette der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Dautphe Anziehungspunkt für Menschen aus der ganzen Region. Nach Familienfeiern, Geschenken und gutem Essen ist der besinnliche Gottesdienst in der letzten Stunde des Tages Sammelpunkt für Menschen, die sonst das Jahr über nicht mehr im Hinterland zu Hause sind, oder einfach auch nur ein Treffpunkt, um gemeinsam über manchmal ungewöhnliche Gedanken doch zum Kern von Weihnachten zu gelangen.

„I’m dreaming of a white christmas“ stand diesmal im Mittelpunkt des Gottesdienstes, der vom ehemaligen Gemeindediakon Wolfgang Freitag und einem Team von engagierten Ehrenamtlichen vorbereitet wurde. Schon bei der Begrüßung machte Freitag deutlich, dass hinter dem Traum nach einer weißen Weihnacht wohl auch eine Sehnsucht steckt, dass von der weißen Pracht alles andere zugedeckt wird: „Für eine kurze Zeit soll diese Welt heil sein, alle Unzulänglichkeiten verschwunden sein.“

Sehnsucht nach Freude und Erlösung in dunklen Zeiten

Die Akteure verdeutlichten die vielen Facetten von Sehnsucht: ob nach Geborgenheit, nach Frieden in der Welt, nach Erfolg oder nach finanzieller Sicherheit. „Doch selbst wenn sich unsere Sehnsüchte erfüllen, finden wir oft keine Ruhe“, sagte Susanne Scherer aus dem Christmetten-Team. „Aber eben genau an Weihnachten wird deutlich, dass Gott sich nach uns Menschen sehnt und daher als Kind auf die Welt kommt.“ Damit stille er auch die Sehnsucht der Menschen nach der Freude und Erlösung in dunklen und schwierigen Zeiten.

Nach dem gemeinsam gesungene Lied „Die Wüste wird blühen“, das zur Tradition der Dautpher Christmette gehört, wurde das Licht der Kerzen vom Altar aus zu den Besuchern gebracht und erhellte so die Kirche nach und nach und unterstützte den einzigartigen Gottesdienst. Passend dazu trugen Luzie Schmidt (Klavier), Fabian Schmidt (Gitarre) und Raphael Runzheimer (Gesang, Percussion) das Lied „Privileg“ vor und erfreuten mit einer Akustik-Version des Rock-Liedes „Winter“ die Besucher. Musik spielte auch sonst eine große Rolle in dem Gottesdienst: Henriette Dankmeyer am Klavier und Karin Dittmann-Umsonst an der Querflöte begeisterten mit ihren Instrumentalstücken, und die gemeinsam gesungenen Lieder, wie „Leise rieselt der Schnee“, „Hör der Engel helle Lieder“ oder „Stille Nacht“ bereicherten den Gottesdienst.

von Jürgen Jacob

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