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Keine Chance für Gladenbacher Westumfahrung

Stadtumbauplan Keine Chance für Gladenbacher Westumfahrung

Mithilfe des vom Parlament in der Dezembersitzung einstimmig auf den Weg gebrachten Stadtumbauprojektes soll Gladenbach eine attraktive Einkaufs- und Wohnstadt bleiben.

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Die Einbahnregelung in den Straßen „Zum Spritzenplatz“ und Marktplatz bleibt wohl auch weiterhin bestehen.

Quelle: Hartmut Berge

Gladenbach. Wegen der missglückten Vorstellung des Stadtumbauplanes in der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Planungsausschuss sowie des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr kam es unter den anwesenden Stadtverordneten und in den folgenden Tagen auch in der Bevölkerung der Kernstadt zu Missverständnissen. Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim gab deshalb zum tatsächlichen Stand der Dinge Erläuterungen und er deutete an, dass das für die Rahmenplanung zuständige Büro aus Kassel wohl nicht mit der Planung der bevorstehenden weiteren Umbauplanung beauftragt werde.

Die Experten aus Kassel hatten anhand einer Verkehrszählung festgestellt, dass jede Menge Verkehr durch die Marktstraße rollt, der die Westseite der Innenstadt zum Ziel hat. Diese motorisierten Verkehrsteilnehmer sollen Gelegenheit haben, den Weg abzukürzen und damit die Marktstraße zu entlasten. Voraussetzung dafür wäre die Möglichkeit, die Teichstraße bis zur Einmündung „Zum Spritzenplatz“ für den Gegenverkehr zu öffnen. Wer aus Richtung Erdhausen kommt, könnte so auf kurzem Weg etwa in Richtung Schule und AWO-Altenpflegezentrum gelangen. Die „Insel-Parkplätze“ sollen ebenfalls über die Teichstraße angefahren werden. Weitere Entlastung versprechen sich die Planer durch eine Westumfahrung. Ein Teil des Verkehrs könnte über die Straße „Zum Spritzenplatz“ am ehemaligen Postgebäude entlang über die Karl-Waldschmidt-Straße fließen. Am Marktplatz und vor der Grundschule würde dann der Verkehr in beide Richtungen fließen. Der Durchgangsverkehr, vor allem der Schwerverkehr, kann weiter über die Teichstraße und die Marktstraße fließen. Diese Westumfahrung löste heftige Diskussionen aus.

„Für den Magistrat liegt die erste Priorität des Stadtumbau-planes auf der Neugestaltung der sogenannten Innenstadt-Insel“, betonte der Bürgermeister in der Parlamentssitzung. Im Mittelpunkt stehe dabei die Umgestaltung der jetzigen Brachflächen zu Parkflächen, eine großzügige Bepflanzung der Randzonen sowie die Herstellung von zwei zusätzlichen Wegeverbindungen zwischen Marktplatz und der Marktstraße.

Die vorgestellten Ideen der Arbeitsgruppe aus Kassel seinen keineswegs verbindlich, sagte Knierim. Es handele sich bei dem vorgestellten Verkehrskonzept des Planungsbüros lediglich um von ihm entwickelte Ideen und Vorschlägen zur Neuordnung der Verkehrsströme in der Innenstadt. Jedes einzelne Projekt aus dem Projektkatalog werde gesondert untersucht. Gegebenenfalls würden dann entsprechende Planungsaufträge erteilt. So verhalte es sich auch mit der Verkehrsführung in der Innenstadt, versicherte der Bürgermeister.

von Hartmut Berge

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