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Kein Luftkurort, kein Kneippheilbad, keine Eventhalle

Parlamentsausschüsse empfehlen Verzicht Kein Luftkurort, kein Kneippheilbad, keine Eventhalle

Während zumindest für Weidenhausen das 
Prädikat Erholungsort überprüft werden könnte, zieht der Magistrat seine Vorlage zurück, die die Umwandlung der 
Tennis- in eine Eventhalle ermöglichen würde.

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Die Gladenbacher Tennishalle (hinten) wird vorerst nicht von einem Investor zu einer Eventhalle samt vorgelagertem gastronomischen Betrieb umgewandelt werden können. Der Magistrat zog seinen Antrag für die Stadtverordnetenversammlung zurück.

Quelle: Gianfranco Fain

Gladenbach. Diesen Donnerstagabend könnte eine Entscheidung in einer Angelegenheit fallen, die die Stadtverordnetenvertreter in ihren Sitzungen und Ausschüssen seit Juni beschäftigt. Zumindest gaben die drei involvierten Ausschüsse am Dienstagabend 
eine mehrheitlich gefasste Beschlussempfehlung zur Überprüfung der Prädikate „Kneippheilbad“ und „Luftkurort“ für Gladenbach-Kernstadt sowie „Erholungsort“ für Gladenbach-Weidenhausen.

Folgen die Stadtverordneten der Empfehlung, so wird Gladenbach seine beiden Prädikate verlieren, während der Stadtteil Weidenhausen auf ein Fortbestehen hoffen kann. Die Überprüfung der beiden Gladenbacher Prädikate würde rund 20.500 Euro kosten, während für das eher gering klassifizierte Prädikat 600 bis 700 Euro fällig würden, die allerdings der Ortsbeirat tragen will. Hintergrund der langen Entscheidungsfindung sind die Tatsachen, dass die Überprüfung seit 25 Jahren ansteht, aber eben viel kostet und es ebenso lange keine nennenswerten Kur-Aktivitäten in der Stadt gibt. Zudem bat 
der Gladenbacher Kneippverein um Aufschub, um einen 
Investor für ein Rehabilitationszentrum zu finden.

Abgeordnete beschäftigen sich mit Parkplätzen

Gar alle vier Ausschüsse befassten sich in ihrer gemeinsamen Sitzung mit einer Vorlage des Magistrates. Die ursprünglich vom Bau- und Planungsausschuss mehrheitlich befürwortete Änderung des Bebauungsplans, die die Umwandlung der Tennishalle samt Restaurant-Anbau in der Biedenkopfer Straße zur Kultur- und Eventhalle ermöglichen würde, fand Mitte September bei den Stadtverordneten keinen Zuspruch, da es noch Beratungsbedarf gab. Es ging um fehlende Parkplätze, Lärmbelästigung bei den geplanten Veranstaltungen des Investors mit bis zu 800 Gästen und das Erbbaurechtvertrag, das nach 2029 in der Rücknahme des Gebäudekomplexes durch die Stadt enden könnte.

Auch am Dienstagabend drehten sich die Gespräche mehr um die fehlenden Parkplätze – nach Angaben aus der Stadtverwaltung 131 – denn um die Frage, ob man einen solchen gastronomischen Betrieb statt einer Sportstätte dort wolle. Eine Frage, die neben den rechtlichen Folgen wie die Betriebsverpflichtung für den Christdemokraten Gunthard Koch im Vordergrund steht. Nach ergebnislos verlaufender Diskussion zog der Magistrat seine Vorlage für Donnerstagabend zurück – wegen weiterem Beratungsbedarf.

  • Die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung beginnt diesen Donnerstag um 19 Uhr im Haus des Gastes. Weitere Tagesordnungspunkte sind die Änderung der Gestaltungsvorschriften in der Friedhofsordnung sowie Anträge der SPD-Fraktion zur Geschwindigkeitsreduzierung am Ortseingang Römershausen und der Einrichtung von Hotspots in Gladenbach.

von Gianfranco Fain

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