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Kauf ist geplatzt, Alternative gefunden

Kaufverhandlungen Kauf ist geplatzt, Alternative gefunden

Es hatte zwei Jahrzehnte gedauert bis eine Lösung für die Hartenroder Bürger in Sicht war. Nun müssen sich die Anlieger noch bis 2014 gedulden, bis sie vom Schwerverkehr entlastet werden.

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Die Gemeinde Bad Endbach wollte die stillgelegte Bahntrasse kaufen – allerdings ohne das Viadukt in Bad Endbach und das Brückenbauwerk in Hartenrod. Die Bahn ließ die Verhandlungen nun endgültig platzen.Archivfoto: Tobias Hirsch

Hartenrod. Die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG über den Verkauf der stillgelegten Bahntrasse in Hartenrod für einen Kaufpreis von 180000 Euro sind endgültig gescheitert. Da die Gemeinde die denkmalgeschützten Brückenbauwerke in Bad Endbach und Hartenrod vom Kauf ausschließen wollte, lehnte die Bahn AG dieser Tage den Verkauf des Geländes ab - eineinhalb Jahre nachdem der Gemeinde bereits ein unterschriftsreifer Vertrag vorlag. Die Gemeinde fürchtete, dass die Brückenbauwerke in naher Zukunft mit erheblichen Sanierungskosten behaftet sind und lehnte deshalb eine Übernahme der Viadukte zum Nulltarif ab.

Der negative Bescheid der Bahn AG bringt Bürgermeister Markus Schäfer indes nicht aus der Fassung. „Die geplante Umgehung auf der ehemaligen Bahntrasse ist doch Schnee von gestern“, sagte er im Gespräch mit der OP.

Die Gemeinde wollte das Bahngelände erwerben, um eine Straße zum Diabaswerk zu bauen, die die Anlieger vom Schwerverkehr entlastet. Die Erschließungsstraße genoss im Stadtumbaukonzept eine hohe Priorität und sollte eigentlich schon im vergangenen Jahr fertiggestellt sein. Nun müssen sich die Anlieger, die seit zwei Jahrzehnten auf eine Lösung warten, noch etwas länger gedulden. Während der zähen Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG ist bereits an einer alternativen Lösung gearbeitet worden und Hindernisse konnten aus dem Weg geräumt werden.

Die neu geplante Erschließungsstraße verläuft parallel zur stillgelegten Bahntrasse. Bevor mit dem Bau begonnen werden kann, muss noch Baurecht geschaffen werden. Dazu müssen noch naturschutzrechtliche Genehmigungen abgewartet werden. Zunächst muss die Gemeinde Gutachten erstellen lassen, die dann geprüft werden.

Bauamtsleiter Thomas Reuter geht davon aus, dass die Gemeinde 2013 das Baurecht erhält. Im Spätherbst dieses Jahres könnte dann mit dem Bau der Straße begonnen werden. Ob der Bau auch während der Wintermonate erfolgt, hänge vom Wetter ab, erklärte Reuter.

Deshalb geht der Bauamtsleiter davon aus, dass die Anlieger in Hartenrod frühestens 2014 vom Schwerverkehr entlastet werden. Bis dahin müssen sie mit der gefundenen Teillösung leben.

von Silke Pfeifer-Sternke

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