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Junger Mann in Niedereisenhausen erstochen

Messerattacke Junger Mann in Niedereisenhausen erstochen

In Niedereisenhausen kam am Dienstagabend ein 18-Jähriger durch zwei Messerstiche ums Leben. Die Tat ereignete sich auf einem Parkplatz in der Wiesenstraße.

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Auf diesem Parkplatz in Niedereisenhausen erlag am Dienstagabend ein 18-Jähriger nach einer Messerattacke seinen schweren Verletzungen.Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Niedereisenhausen. Kurz nach 22 Uhr starb ein 18-Jähriger aus dem Steffenberger Ortsteil Niedereisenhausen nach einer Messerattacke. Der Tat vorausgegangen war eine Auseinandersetzung zwischen dem 18-Jährigen und einem 19-Jährigen. Der Vorfall ereignete sich auf einem Parkplatz vor dem Spielplatz in der Wiesenstraße. Der 18-Jährige erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen.

Der Täter flüchtete zunächst, doch die Polizei nahm den jungen Mann kurz nach der Tat fest. Nach den bisherigen Ermittlungen zog der 19-Jährige ein Messer und stach zweimal zu. Er traf den Oberkörper des 18-Jährigen.

Nach Polizeiangaben ging es bei dem Streit um das Eintreiben von Schulden. Die Ermittlungen der genauen Tatumstände dauern derzeit noch an. Der Haftrichter des Amtsgerichts Marburg erließ gestern bei der Vorführung des 19-Jährigen einen Haftbefehl. Am Nachmittag suchte ein Kriminalbeamter noch nach weiteren Spuren am Tatort. Der einsetzende Schneefall hatte allerdings dafür gesorgt, dass auf dem Parkplatz keine Blutspuren mehr zu sehen waren.

Die Dorfgemeinschaft ist schockiert

Eine Anwohnerin zeigte sich völlig entsetzt über das Geschehen. In der Nacht hatte sie ein lautes Geräusch gehört. Beim Blick aus dem Fenster habe sie mehrere Personen ausgemacht, die mit Taschenlampen offenbar am Boden nach etwas suchten. Sie hegte den Verdacht, dass vermutlich ein Wasserrohrbruch die Ursache war.

Am Morgen beim Einkaufen erfuhr sie, dass ein junger Mann gestorben war – direkt vor ihrer Haustür. Das sei unfassbar, sagte sie. Im Ort sei die Tat am Morgen danach das allgegenwärtige Gesprächsthema gewesen. Die Nachricht von der Bluttat hatte sich wie ein Lauffeuer ausgebreitet.

Nicht nur die Gespräche der Dorfbewohner trugen dazu bei, sondern auch eine „facebook“-Meldung, die sich schnell verbreitete. Der Nutzer nahm die Meldung jedoch schnell wieder aus dem Netz. Für die Anwohnerin kommt der Vorfall am Spielplatz nicht völlig überraschend. Die Dorfgemeinschaft setze sich seit Langem dafür ein, dass der beliebte Treffpunkt, an dem Jugendliche Alkohol trinken und rumhängen, entschärft wird. Bisher ohne Erfolg.

von Silke Pfeiffer-Sternke

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