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Junge Kreative werden belohnt

Auszeichnung Junge Kreative werden belohnt

Triumph für "Triumphton Records": Das Breidensteiner Plattenlabel hat den Deutschen Rock- und Pop-Preis in der Kategorie "Bestes kreatives Independent-Label" gewonnen.

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Björn Seibel (links) und Jan-Patrick Wallentin freuen sich über den Deutschen Rock- & Pop-Preis in der Kategorie „Bestes Kreatives Independent-Label“.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Breidenstein. Björn Seibel und Jan-Patrick Wallentin fühlen sich in ihrer Arbeit bestätigt. Der Preis ist ein Meilenstein in der noch jungen Geschichte ihres Plattenlabels, das im Frühjahr 2014 aus „Silent Seven Records“ hervorging.

„Es ist eine Auszeichnung für das, was wir in kurzer Zeit erarbeitet haben“, sagt Wallentin. Und Seibel unterstreicht, dass sich das Konzept, Neulingen im Musikgeschäft eine Chance zu geben, bewährt habe. Ein großer Erfolg sei schon die Nominierung zum Rock- und Pop-Preis gewesen. „Das allein hätte schon gereicht.“

Ausschlaggebend für eine Nominierung waren unter anderem die bisherigen Veröffentlichungen eines Labels. Und da haben die Breidensteiner schon einiges vorzuweisen. Sie fügten ihrer Bewerbung einen Veröffentlichungskatalog bei. Zugute kam den heimischen Musikproduzenten auch, dass es im Vertrieb breit aufgestellt ist.

Produkte über Bestellung und im Einzelhandel erhältlich

„Wir können alle professionellen Vertriebswege bedienen“, sagte Wallentin. Alle „Triumphton“-Produkte sind über direkte Bestellungen und im Einzelhandel erhältlich, ebenso im Internet über iTunes und Amazon.

Ein häufiger Kooperationspartner des Labels ist das „North Road Recording Studio“ in Breidenbach, wo schon viele Aufnahmen entstanden, beispielsweise die kürzlich erschienene Yoga-CD der Berleburgerin Ingeborg Klotz (die OP berichtete).

Generell festgelegt auf ein bestimmtes Studio sei man aber nicht, betonen Seibel und Wallentin - schließlich wendeten sich manche Künstler mit fertigen Produkten an ein Label. Da gehe es dann nur noch um Pressung und Layout. Auch in der Musikrichtung ist „Triumphton Records“ nicht festgelegt. Seibel und Wallentin ist an Vielfalt gelegen - nicht nur im Genre, sondern auch in Bezug auf die veröffentlichten Medien. So bringt das Label nicht nur CDs auf den Markt, sondern wirkte auch schon an einem Filmprojekt mit.

„Incomplete“ lautet der Titel des dramatischen Streifens, der im Juli im Cineplex Premiere hatte: ein Werk der Marburger Jungregisseurin Marit Woelk und eines jugendlichen Filmteams. Schauplatz der Handlung ist Marburg.

Erzählt wird die Geschichte der jungen Emilia, die von zu Hause abhaut, um ihren Vater zu suchen - und dabei die Schattenseiten der Gesellschaft kennenlernt.

Dazulernen und Erfahrungen weitergeben

Die Veröffentlichung eines Films war für „Triumphton Records“ „etwas ganz Neues“, wie Björn Seibel erklärt. „Da lernt man dazu.“ Dazulernen und Erfahrungen weitergeben wollen die Labelbetreiber auch zukünftig. Insbesondere die Beratung und Begleitung unerfahrener Künstler ist ihr Ziel. Das haben Seibel und Wallentin bereits bei der Vorstellung ihres Labels im Mai verdeutlicht und das dürfte letztendlich auch die Jury überzeugt haben.

Anwesend waren die zwei Inhaber übrigens nicht, als in Siegen die Rock- und Pop-Preisgewinner bekannt gegeben wurden, aber die Breidensteiner erhielten die Nachricht vom Sieg noch am selben Abend von einem Musikerkollegen: Thorsten Schmidt, Leadsänger und Bassist der Lahntalmusikanten, informierte die beiden per SMS.

Der Deutsche Rock- & Pop-Preis wurde vom Deutschen Rock & Pop Musikerverband in 124 Kategorien vergeben. Es gab acht Haupt- und 64 Nebenkategorien sowie 25 Sonder- und 27 sogenannte „Sonderauszeichnungskategorien“. Zu letzteren zählte auch der Preis für das „Beste kreative Independent-Label“, den „Triumphton Records“ holte. Für jede Kategorie wurden drei bis vier Kandidaten nominiert.

Zu den jüngsten Projekten von „Triumphton Records“ zählt die Single „Current“ von Hanne Kah. Sie enthält den Titelsong des Kurzfilms „Pusteblume“, produziert von „Choes­Pictures“, mit Svenja Jung in der Hauptrolle.

von Björn-Uwe Klein

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