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Jugendraum im Gefrierhaus?

Raumsuche Jugendraum im Gefrierhaus?

Der Ortsbeirat Damshausen will mit dem Förderverein Rimbergturm klären, ob der ehemalige Gefrierraum als Jugendclub genutzt werden kann.

Damshausen. In der ersten Sitzung als Ortsvorsteherin begrüßte Bianca Spies-Schneider neben den beiden Kollegen des Ortsbeirates auch den ehemaligen langjährigen Ortsvorsteher Heinz Wolf sowie einige Zuhörer. Spies-Schneider trat im Mai die Nachfolge Wolfs an.

Wie Spies-Schneider berichtete, hätten drei Damshäuser Mädchen vor einigen Wochen den Wunsch geäußert, einen Jugendraum einzurichten. Nach Auskunft der Gemeindeverwaltung müsse der Ortsbeirat darüber befinden, ob und wo ein Jugendraum verwirklicht werden könne.

Wolf verwies darauf, dass es einige Jahre einen Jugendraum im gemeindeeigenen Haus „Am Kaltesberg“ gab. Dieser sei mehrmals geschlossen und wieder geöffnet worden, da nicht unerhebliche Probleme aufgetreten seien. Ortsbeiratsmitglied Holger Wege merkte an, dass es auch in anderen Kommunen Konflikte in Jugendräumen gebe. Deshalb sei es wichtig entsprechende Verordnungen dazu zu erarbeiten.

Spies-Schneider meint, dass ein „Jugendraum“ nur dann zu verwirklichen sei, wenn die Eltern hinter diesem Projekt stehen. Der ehemalige Jugendraum beim Dorfgemeinschaftshauses komme aufgrund seiner geringen Größe nicht in Frage.

Ortsbeiratsmitglied Hartmut Becker brachte dazu den Gefrierraum in die Diskussion, der sich im Erdgeschoss des Dorfgemeinschaftshauses befindet. Wolf wies darauf hin, dass ein Jugendraum auch Toiletten benötige, in diesem Fall könnten die Toiletten des Dorfgemeinschaftshauses genutzt werden.

Zurzeit bescheidenes Freizeitangebot im Ort

Becker war der Meinung, dass das Angebot für die Jugend in Damshausen bescheiden sei und sich deshalb der Ortsbeirat bei Nachfrage besonders um einen Jugendraum bemühen müsse. Bei einer Verwirklichung müssten während der Öffnungszeiten stichprobenartige Prüfungen durch den Ortsbeirat oder die Eltern erfolgen.

Ortsvorsteherin Spies-Schneider vertrat die Meinung, dass ein Jugendraum eventuell nur zwei Nachmittage in der Woche geöffnet werden solle und diese Öffnungszeiten nicht bis 22 Uhr gehen müssten. Wolf machte darauf aufmerksam, dass der ehemalige Gefrierraum als Lagerraum für den Förderverein Rimbergturm genutzt werde und diese Nutzung von Bürgermeister Bernd Schmidt zugesagt worden sei. Die Ortsvorsteherin schlug vor, zu prüfen, ob der doch relativ große Gefrierraum aufgeteilt und ein Teil als Jugendraum hergerichtet werden könne.

Nun sollen Vertreter des Fördervereins Rimbergturm in den ehemaligen Gefrierraum eingeladen werden, um zu prüfen, ob eine Teilung möglich ist, wobei der hintere Bereich durch das Aufstellen von Regalen als Lager des Fördervereins genutzt werden könne.

Der Ortsbeirat sprach sich im nächsten Jahr für Investitionen der Großgemeinde in zusätzliche Straßenlaternen gegenüber der Kirche, am „Alten Kirchweg“ und „An der oberen Hecke“ aus, wo besonders „dunkle Ecken“ seien.

Des Weiteren wünscht der Ortsbeirat, den Verbindungsweg oberhalb des Busunternehmens Wege zu sanieren und eine Verbesserung an der Ortseinfahrt der Kreisstraße73 zu schaffen. Außerdem hofft das Gremium, das auf dem Bolzplatz eine Aufschüttung ausgebracht wird.

Der Ortsbeirat sprach sich zudem dafür aus, den aktuellen Gefrierraum, der durchschnittlich drei- bis sechsmal im Jahr genutzt werde, solange wie möglich zu erhalten.

von Klaus Peter

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