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Jüngstes Haus mit kleinen Macken

Dorfgemeinschaftshäuser Jüngstes Haus mit kleinen Macken

Die OP setzt ihre Serie zu Gegenwart und Zukunft der 10 Dorfgemeinschaftshäuser in der Gemeinde Lohra fort. Ortsvorsteher Jan Klefenz berichtet von geteilten Meinungen in Damm.

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Das Dorfgemeinschaftshaus in Damm ist das jüngste derartige Gebäude in der Großgemeinde Lohra.

Quelle: Gianfranco Fain

Damm. In Damm steht das jüngste der 10 Dorfgemeinschaftshäuser der Großgemeinde Lohra. Folglich weist die Gemeindeverwaltung in ihrer Kostenaufstellung auch den kleinsten Sanierungsbedarf für das Haus im rund 230-Seelen-Dorf auf. Die Elektro-Öfen und die Beleuchtung im Saal seien zu ersetzen sowie der Anstrich innen und außen aufzufrischen.

Doch schon bei diesen Punkten fangen die Unstimmigkeiten an. Heizung erneuern ja, aber neu streichen? Das sei doch erst vor wenigen Jahren geschehen, schließlich würde das auch die Kosten in die Höhe treiben. Zumal da noch einiges wegen einer Dachundichtigkeit „dranhänge“. Wegen des Dachschadens befindet sich die Gemeinde im Rechtsstreit. Es geht darum, ob das Dach schon vor der Montage der Solaranlage undicht war, oder erst durch die Arbeiten geworden ist.

Für den Bedarf am Dorfgemeinschaftshaus spielt das aber keine Rolle. Der sei nämlich durchaus gegeben, sagt Klefenz, obwohl er einschränkend zugibt, dass „die Nutzung nicht so ist, wie man es sich vorstellt“. Es gebe aber schon „ein paar kleine Ideen“, wie das geändert werden könne. Aber spruchreif sei noch nichts. Vieles hänge auch davon ab, was die Gemeinde letztlich hinsichtlich der Dorfgemeinschaftshäuser (DGH) unternehme, und wie das Gesamtkonzept aussehe, falls es denn eines geben wird.

Über die Notwendigkeit des Dorfgemeinschaftshauses besteht für Klefenz kein Zweifel. Im Ort gebe es keinen anderen größeren Versammlungsraum, nur noch die Friedhofskapelle, und die sei so klein, dass die Trauerfeiern im DGH stattfinden. Ob das Haus gebraucht werde, darüber gingen die Meinungen auseinander, meint Klefenz. Vor allem die älteren Dammer würden an ihrem DGH hängen. Unter ihnen herrsche die Meinung vor: „Das haben wir in viel Eigenleistung hochgezogen, das kann man nicht einfach so verkaufen.“

Und als Klefenz noch mal drüber nachdenkt, unterstreicht er seine Ansicht. Die Älteren bilden mit bis zu 70 Prozent die Mehrheit an der Dammer Bevölkerung, somit dürften auch die Meinungen für den Erhalt des Dorfgemeinschaftshauses überwiegen.

von Gianfranco Fain

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